Steinhart: Sozialversicherung verhindert Modernisierung der Vorsorgeuntersuchung

Strategischer Fehler - Dialog zur Fortentwicklung des Gesundheitssystems fortsetzen

Wien (OTS) - Der Bundesobmann der niedergelassenen Ärzte der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Johannes Steinhart, forderte am Donnerstag vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger "Bewegung bei der Modernisierung der Vorsorgeuntersuchung". Das gestern ausschließlich zum Thema Vorsorgeuntersuchung geführte Gipfelgespräch zwischen der Sozialversicherung und der Ärztekammer blieb bekanntlich ergebnislos.

Steinhart bedauerte die "rigide Haltung" der Sozialversicherungs-Funktionäre, die offensichtlich die österreichweite Bedeutung der Vorsorgeuntersuchung bei weitem unterschätzten. "Es liegt ein überarbeitetes Programm vor, es ist eigentlich nicht einzusehen, wieso dies nicht zu fairen Bedingungen für die Ärzte umgesetzt werden soll", sagte Steinhart. Österreich hinke bei der Prävention nach, die Vorsorgeuntersuchung sei daher von strategischer Bedeutung. Steinhart: "Doch entgegen aller Notwendigkeit will die Sozialversicherung wohl die Zahl der Vorsorgeuntersuchungen herunterfahren, um Geld zu sparen."

Im Weiteren urgierte Steinhart "konstruktive Gespräche" zur Fortentwicklung des sozialen Gesundheitssystems in Österreich und zur Erarbeitung gemeinsamer Vorgehensweisen von Ärzteschaft und Krankenkassen. Die Fortsetzung des von der ÖÄK - und nicht von HV-Vorsitzenden Peter McDonald - initiierten diesbezüglichen Dialoges sei laut Steinhart ein Gebot der Stunde. Die Ärztekammer sei jedenfalls bereit, auf sachlicher Ebene mit den Krankenkassen zu kooperieren, soweit das Ziel die Weiterentwicklung des Systems und nicht dessen Stillstand sei. (MS)

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