IGP: Global 2000 offenbart akuten Argumentemangel in der Bienendiskussion

Burtscher bleibt Details schuldig – Pläne von Global 2000 bedrohen die österreichische Landwirtschaft – Bienenverluste in landwirtschaftlich intensiven Regionen am geringsten

Wien (OTS) - "Einen akuten Argumentemangel und die Verdrehung der Fakten bei Global 2000" ortet der Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP), Christian Stockmar. Er erkennt auch logische Mängel in der Argumentation: "Folgt man den vorgebrachten Argumenten von Burtscher, müssten die Bienenverluste in Regionen mit intensivem Ackerbau größer sein, als in den Bergregionen und Städten. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: die Steiermark hat erneut die geringsten Verluste zu verzeichnen. Auch Niederösterreich und Oberösterreich liegen allesamt unter dem Durchschnitt. Die Großstadt Wien hingegen ist mit den österreichweit höchsten Verlusten von über 50 Prozent Schlusslicht." Das zeigen die Ergebnisse von "Zukunft Biene".

Global 2000 will offensichtlich den Eindruck erwecken, wonach Pflanzenschutzmittel und besonders die kritisierten Neonicotinoide die Hauptursache für Bienenvölkerverluste sind. Aber das Gegenteil ist der Fall: Im letzten Jahr der Anwendung waren die Verluste sehr viel geringer als heuer. Das lässt nur einen Schluss zu: Global 2000 will bewusst vom Krankheits- und Schädlingsdruck, insbesondere von der Varroamilbe ablenken. Selbst die überwiegende Zahl der Imker sieht diese als das mit Abstand größte Problem. "Es ist mehr als bedauerlich, dass Global 2000 das eigentlich wichtigste Thema aus imkerlicher Sicht völlig aus den Augen verloren hat", so Stockmar.

Der Obmann weiter: "Das Verbot von Neonicotinoiden ist falsch und schießt am Ziel vorbei. Das ist angesichts des argumentativen Notstands bei Global 2000 nun klar geworden." Jetzt werden neue Opfer in Form von neuen Wirkstoffen gesucht, die schädlich für Bienen sein sollen. "Global 2000 verfolgt nur ein Ziel, nämlich das schrittweise Verbot aller Pflanzenschutzmittel und das ungeachtet der möglichen Auswirkungen. Denn damit gelangt die kleinstrukturierte Landwirtschaft an ihre wirtschaftlichen und existenziellen Grenzen und eine Gefährdung der Ernährungssicherheit droht." Die IGP erhebt auch Zweifel an der Wissenschaftlichkeit der Angaben von Global 2000. So bleibt Global 2000 die nötigen Details erneut schuldig. Stockmar:
"Wir fordern Herrn Burtscher auf, auch die Details und die Methodik zu veröffentlichen, um die Ergebnisse ganzheitlich bewerten zu können."

Hintergrund
Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) ist die Interessengemeinschaft der Pflanzenschutzmittel-produzierenden Unternehmen in Österreich. Ihre Kernaufgabe liegt in einer offenen und sachlichen Information rund um das Thema Pflanzenschutz. Dabei steht die IndustrieGruppe Pflanzenschutz als Gesprächspartner für Politik, Verwaltung und Umweltorganisationen zur Verfügung. Die 15 Mitglieder der IndustrieGruppe Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter und erwirtschaften pro Jahr ca. 130 Millionen Euro an Umsatz.

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