65. Österreichischer Städtetag: Soziale Innovation als Instrument der Stadtentwicklung – Arbeitskreis 4

Wien (OTS/RK) - In Arbeitskreis 4 zum Thema "soziale Innovationen als Instrument der Stadtentwicklung" setzten ExpertInnen heute, Donnerstag die Gespräche über Stadtentwicklung fort. So würden sich beispielsweise Creative Cities bemühen, der Schaffenskraft ihrer Bewohnerinnen und Bewohner Raum zu geben. Wie es solchen Städten gelingt, eine lebendige Szene aufzubauen und was andere Städte daraus lernen können, wenn es darum geht, das Potenzial ihrer Bevölkerung zu nutzen, um die eigene Stadt, den öffentlichen Raum, die Erdgeschoßzone oder auch vernachlässigte Bereiche wieder zu beleben, wurde im Arbeitskreis intensiv beraten.

Nach Eröffnungsvorträgen von Universitätsprofessor Josef Hochgerner, der soziale Innovation als etwas beschreibt, das die Stadien Idea, Intervention, Implementation und Impact durchläuft und dem Wiener Planungsdirektor Thomas Madreiter, der den Einsatz von sozialen Innovationen für das Smart-City-Konzept darstellte, erfolgte an vier Thementischen eine Annäherung an den Begriff "soziale Innovation" in verschiedenen Kontexten.

Nach Ansicht der DiskutantInnen am Tisch, der sich mit Start-ups und Social Entrepreneurship befasst hat, braucht es verstärkt Förderinstrumente, die auf die Errichtung gemischte Gebäudenutzungen (Wohnen und Arbeiten, Co-working Spaces,..) in den Zentren abzielen. Am Tisch Baugruppen und Baugemeinschaften wurde intensiv diskutiert, wie der Erstellungsprozess gemeinschaftlicher Bauprojekte gefördert werden könnte - denn es dauert in der Regel ein Jahr, bis sich eine Gruppe gefunden und formiert hat, die ein gemeinsames Projekt entwickeln wollen und die Finanzierung für das Bauprojekt gesichert ist.

Auch die Frage "Was kommt nach der Partizipation?" wurde anhand der Beispiele von engagierten Smart Cities wie Villach, Leoben und Amstetten intensiv diskutiert.

Aktive Beteiligung

Wie auch der Titel des 65. Städtetags "Smart Cities: Menschen machen Städte" anklingen ließ, wird der aktiven Beteiligung der Bevölkerung an Stadtentwicklung zunehmend Wert beigemessen. Im Idealfall sollen die gemeinsamen Anstrengungen von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft dazu führen, die mit "Smart Cities" verfolgten Ziele auf den Boden zu bringen ("Ko-Produktion").

Dieses "Gemeinsame" sollte schon auf der Quartiersebene im Sinne einer "gelebten Nachbarschaft" in und mit der Stadt beginnen. Unterstützung bei Kontaktaufnahme und Problemlösungen bieten hier Projekte wie die "Social City" ebenso wie neue Tools á la "FragNebenan" - eine online Plattform für das eigene Haus und die nähere Nachbarschaft.

Von allen TeilnehmerInnen des Arbeitskreises wurden die Forderungen der Agenda Innenstadt des Städtebundes gegenüber Bund und Ländern bekräftigt, die zur Stärkung der Innenstädte und Stadtzentren als wichtige Brennpunkte der Stadtentwicklung und Zentren der sozialen Innovation beitragen.

Der 65. Österreichische Städtetag wird morgen, Freitag, im Wiener Rathaus fortgesetzt.

Mehr zum Programm unter: www.staedtetag.at (Schluss)

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