GLOBAL 2000: Magerer Fortschritt der Klimaverhandlungen in Bonn wird Ernst der Lage nicht gerecht

Umweltschützer fordern den Umstieg auf 100 Prozent erneuerbare Energie und sofortige Maßnahmen zum Klimaschutz

Wien/Bonn (OTS) - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 bewertet die Fortschritte der Klimaverhandlungen in Bonn als mager, sie stehen dazu im Schatten der vagen Erklärungen des G7-Gipfels in Elmau: "Mit vagen Erklärungen retten wir das Klima nicht. Die führenden Industrienationen sollen vorangehen, bis 2050 vollständig auf erneuerbare Energie umsteigen und die notwendigen Maßnahmen dafür sofort in die Wege leiten. Das wäre eine angemessene Antwort auf die drohenden Klimakrise. Wir fordern auch die österreichische Regierung auf, den Umstieg auf 100 Prozent erneuerbare Energie jetzt zu beschließen und Klimaschutz endlich ernst zunehmen. Es steht zu viel auf dem Spiel, als dass wir jetzt noch warten können", so Johannes Wahlmüller, Klimasprecher von GLOBAL 2000.

Magere Fortschritte in Bonn und vage Erklärungen der G7 in Elmau

In Bonn ist der Verhandlungstext zwar etwas weiterentwickelt worden, wichtige Fragen wie etwa die Form des Abkommens und die rechtliche Verbindlichkeit konnten aber immer noch nicht außer Streit gestellt werden. Beim G7-Gipfel in Elmau zuvor hatte man sich lediglich auf eine Erklärung geeinigt, die globale Erwärmung auf unter zwei Grad eindämmen zu wollen - ein Beschluss, der schon vor fünf Jahren auf der Klimakonferenz in Cancun 2010 von 195 Staaten der Welt gefasst wurde. Mit dem geplanten Ausstieg aus fossiler Energie "im Laufe des Jahrhunderts" schiebt man notwendige Maßnahmen hingegen auf die lange Bank. "Offenbar ist der Ernst der Lage einigen Staats- und Regierungschefs noch immer nicht klar. Wir müssen jetzt handeln und nicht im Laufe des Jahrhunderts! Wenn die entwickelten Industrienationen nicht endlich eine glaubwürdige Vorreiterrolle einnehmen, dann wird es in Paris nicht gelingen, die globale Erwärmung auf ein noch tolerierbares Maß einzudämmen. Die Staats- und Regierungschefs müssen endlich aufwachen und Verantwortung übernehmen", will Johannes Wahlmüller die EntscheidungsträgerInnen im Vorfeld der Klimakonferenz in Paris wachrütteln.

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Johannes Wahlmüller, GLOBAL 2000 Klima- und Energiesprecher,
Tel.: 0699 142 000 41 bzw. johannes.wahlmueller@global2000.at

Karin Nakhai, GLOBAL 2000 Pressesprecherin,
Tel.: 0699 142 000 20 bzw. karin.nakhai@global2000.at

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