FPÖ-Podgorschek fordert vom Finanzminister Offenlegung der Schweizer Franken Risiken

Moody‘s bestätige die Kritik der FPÖ an heimischen Hypobanken

Wien (OTS) - "Die Kritik der FPÖ an den heimischen Hypobanken wegen der hohen Kreditvolumen in Schweizer Franken wird nun auch von der internationalen Rating-Agentur Moodys bestätigt. Für die heimischen Hypobanken und ihre Eigentümer stellt die Kursentwicklung im Schweizer Franken ein massives Problem dar", so heute NAbg. Elmar Podgorschek, FPÖ-Budgetsprecher und Fraktionsführer im Hypo-Untersuchungsausschuss. Podgorschek fordert daher von Finanzminister Schelling die Offenlegung der Schweizer Franken-Risiken aller im öffentlichen Eigentum befindlichen Hypobanken sowie der Auswirkung der Schweizer Franken Buchverluste der Anleihen im Worst Case Szenario. Das Schönreden müsse endlich ein Ende haben, so Podgorschek.

In Auftrag gegebene Analysen der FPÖ belegen, dass die heimischen Hypobanken sowohl in der Kreditvergabe als auch der Eigenfinanzierung über Anleihen sehr stark in Schweizer Franken engagiert sind, so Podgorschek weiter. Die Banken hätten bisher damit argumentiert, dass die festgestellten Buchverluste aus den Anleihen nicht schlagend würden, weil diesen Anleihen Kredite an Kunden gegenüber stünden. "Nicht nur die FPÖ-Finanzexperten, sondern auch Moodys sieht diese Argumentation jedoch äußerst kritisch. Die Oesterreichische Nationalbank habe kürzlich errechnet, dass die Frankenkredite der österreichischen Banken mit 6,1 Milliarden Euro unterdeckt seien. "Das heißt, die Finanzinstrumente, mit denen die Kreditnehmer für die Rückzahlung sparen, sind 6,1 Milliarden weniger wert als die ausständigen Kredite", erläutert Podgorschek.

Für heimische Banken könnte das laut Moody's ab 2019 zu einer massiven Belastung werden. Moody's schätzt, dass Ende 2014 unter anderem die Vorarlberger Landes- und Hypothekenbank 1,35 Milliarden und die Hypo Tirol 641 Millionen Euro offen hatte, so Podgorschek. Dazu kämen laut Moody's noch 2,6 Milliarden Euro an Frankenkrediten im Volksbankensektor. Im Fall der Hypo Tirol und des Volksbanken-Sektors seien die inländischen Frankenkredite gleich hoch oder höher als das Kernkapital (Tier 1), bei der Vorarlberger Landes-und Hypothekenbank deutlich höher. Auch bei den anderen Hypo-Banken müssten, gemessen an den begebenen Schweizer Franken-Anleihen, entsprechende Kredite gegenüberstehen.

Dass es möglich sei, spekulative Finanzinstrumente mit einem Volumen an Kunden zu verkaufen, die das Kernkapital überschreiten würden, stellt für Podgorschek abermals den Beweis dafür dar, dass die Hypo Alpe Adria lediglich die Spitze des Eisbergs sei.
"Ähnlich wie bei Hypo Alpe Adria haben Finanzministerium und Kontrollorgane jahrelang weggeschaut und gehofft, dass Marktentwicklungen die Dinge wieder ins Lot bringen", so Podgorschek.

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