Grüne fordern Aktionsplan gegen Antisemitismus von Bundesregierung

Steinhauser/Walser: "Antisemitismus immer noch weit verbreitetes Problem in Österreich"

Wien (OTS) -

Diese Meldung wurde korrigiert. Neufassung in Meldung OTS0212 vom 11.06.2015

Anfang Juni wurde von einem Hauseigentümer die Mezusa
(jüdisches religiöses Symbol) vom Türrahmen eines Mieters abmontiert. Die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) protestierte dagegen in einer Stellungnahme. "Die Entfernung der Mezusa gegen den Willen eines Mieters und der vorhergehende Streit um die Fahne Israels ist untragbar und offen antisemitisch", stellt Albert Steinhauser, Justizsprecher der Grünen, klar. "Juden und Jüdinnen ist die freie Religionsausübung zu sichern. Was wie ein Einzelfall wirkt, ist aber in der Realität, Teil eines größer werdenden Antisemitismus in Österreich", betont der Grüne.

Der Grüne Vergangenheitssprecher Harald Walser verweist auf Aussagen von IKG-Generalsekretär Raimund Fastenbauer, wonach viele Juden und Jüdinnen aufgrund wachsender Bedrohungen für die jüdische Gemeinde in Wien und Österreich eine Auswanderung überlegten. Walser: "Ich möchte, dass der Antisemitismus nicht nur am 5. und 8. Mai in Gedenkreden bekämpft wird, sondern dass das vor allem im Alltag geschieht."

Die Grünen fordern die Bundesregierung auf, dieses Problem endlich ernstzunehmen und einen Aktionsplan gegen Antisemitismus, nach Vorbild der Wiener Erklärung zur Bekämpfung des Antisemitismus, vorzulegen.

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