Volksanwaltschaft – Hell: Menschenrechts-Kommissionen leisten hervorragende Arbeit

Einheitliche Qualitätsstandards bei Pflege- und Altenheimen notwendig

Wien (OTS/SK) - In der heutigen zweiten Sitzung des Volksanwaltschaftsausschusses haben sich Abgeordnete und VolksanwältInnen mit der präventiven Menschenrechtskontrolle der Volkanwaltschaft befasst. Es geht um die Arbeit der Kommissionen, die Einrichtungen wie z.B. Alten- und Pflegeheime, Jugendeinrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder Justizanstalten unangekündigt überprüfen. Was Alten- und Pflegeheime betrifft, macht der Bericht deutlich, dass die PflegerInnen großteils sehr gute Arbeit leisten, wie Johann Hell, SPÖ-Volksanwaltschaftssprecher betont. "Probleme und Missstände in manchen Einrichtungen haben oft ihre Ursache in Überforderung aufgrund von Personalmangel. Der Bericht zeigt, dass einheitliche Qualitätsstandards wie zum Beispiel Personalschlüssel, an die sich private genauso wie öffentliche Einrichtungen zu halten haben, fehlen und dringend notwendig wären", betonte Hell. Auch von Seiten der Aufsicht müsste bei manchen Einrichtungen "genauer hingeschaut werden", fordert Hell. ****

Ein weiteres Problem, das die Volkanwaltschaft thematisiert hat, ist die (Über)Medikation in manchen Einrichtungen - auch hier ist der Grund oft fehlendes Personal. Schwierig ist die Kontrolle für die Menschenrechts-Kommissionen dann, wenn HausärztInnen, die nicht in der Einrichtung tätig sind, ihren PatientInnen Medikamente verschreiben. "Für die Kommissionen ist dann nicht nachvollziehbar, welche Medikamente ein Patient, eine Patientin bekommt, wenn etwa diese die Information selbst nicht mehr geben können", so Hell. Die Volksanwaltschaft regt deshalb an, die ärztliche Schweigepflicht in diesem Bereich etwas zu lockern. "Das könnte im Sinne der PatientInnen sein, diese Diskussion sollten wir führen", so der SPÖ-Abgeordnete. (Schluss) ve/ah

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