Pokerverbot 2020: Die Fakten

Wien (OTS) - Durch die österreichischen Steuerreformpläne soll Poker künftig in Spielbanken und in unzähligen VLT-Spielhallen (also bei WINWIN, eine Casinos Austria Tochter) angeboten werden. Außerhalb dieser Örtlichkeiten soll Poker bis auf das kleine Wirtshauspoker gänzlich verboten werden. Die Casinos Austria wollen Poker schon 2017 an sich reißen.

Aus Sicht des Spielerschutzes stellt es sich glasklar dar, allein durch die mit der Gesetzesänderung einhergehenden Steigerung der Pokerangebote wird es zu einer Steigerung der Menschen kommen, die durch Poker in die Sucht rutschen. Man kann es so betrachten, dass sich bei den Spielbanken nichts ändert und die Betreiber, die heute auf Grundlage eines Gewerbescheins seriöses Poker anbieten, durch Angebote in VLT-Spielhallen der Casinos Austria Gruppe verdrängt werden sollen.

Grotesk, dass die Casinos Austria mit angeblich besserem Spielerschutz argumentieren wo jedermann weiß, dass in den Spielbanken der Casinos Austria um weit höhere Einsätze gespielt wird als außerhalb üblich. Spielerschützer wissen, je höher die Einsätze desto massiver die Suchtgefahr. Beratungsstellen schlagen Alarm. Man weiß heute schon, dass wesentlich mehr Suchtspieler bei den Casinos Austria und bei WINWIN herangezüchtet werden, als es in gewerblichen Pokersalons überhaupt möglich wäre.

Ganz übersehen hat man offensichtlich den besseren Spielerschutz, den das gewerbliche Pokerspiel garantiert. So haben sich beispielsweise die Concord Card Casino Gruppe, die Montesino und die Alpha Card Casino (die drei größten gewerblichen Pokeranbieter) den höchsten Spielerschutzreglements in Österreich unterworfen - der SAFETY FIRST Charta. Die Casinos Austria hingegen hält sich gerade einmal -unzählige Verstöße wurden festgestellt - an die gesetzlichen Bestimmungen.

Fazit

Poker soll von einem gewerblichen Spiel zu einem Spiel unter den Fittichen des Anbieters wandern, der zwar seine politischen Trümpfe gut ausspielt, jedoch im Spielerschutz seit Jahren scharf kritisiert wird. Der natürliche Spieltrieb der Menschen muss befriedigt werden, damit Spieler nicht in unkontrollierbare Bereiche abwandern. Wer Poker von einem Gesellschaftsspiel in Spielbanken und VLT-Spielhallen verdrängt, nimmt billigend in Kauf, dass die dortigen Angebote die Zahl der Spielsüchtigen deutlich erhöht. Das alles vor dem Hintergrund, dass Beratungsstellen bis heute - hingegen allen Versprechungen - keinen einzigen Euro Förderung aus glücksspielbezogenen Steuereinnahmen erhalten haben.

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Wenzel Stöffler
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