AK Studie 2: Handy – immer „in“ oder „altes Eisen“?

Wien (OTS) - KonsumentInnen tauschen ihr Handy gerne vorzeitig aus -und das hat mehrere Gründe: Viele glauben zwar, dass sie ihr Handy länger nutzen als andere. Aber gerade bei Handys werden neueste Entwicklungen durch die Werbung ständig vor Augen geführt und das führt dann doch zu häufigeren Käufen, als es sonst der Fall wäre. Manche wollen immer in sein, speziell für junge Leute ist das ein wichtiger Kaufgrund. Das zeigt eine AK Studie über Nutzungsdauer und Obsoleszenz, in der über 1.000 ÖsterreicherInnen online und 25 Haushalte persönlich befragt wurden.

Laut AK Studie nutzen KonsumentInnen Handys im Schnitt 2,7 Jahre. Die höchste Nutzungsdauer kann bei herkömmlichen Handys und Klapphandys mit (im Schnitt knapp vier Jahren) festgestellt werden. Smartphones und Touchscreen-Handys wurden hingegen nur 1,8 Jahre genutzt.

Die Mehrheit der 1.000 ÖsterreicherInnen kauft zwar ein Handy, um erreichbar zu sein (84,3 Prozent), aber auch knapp zwölf Prozent gaben an, das letzte Handy gekauft zu haben, um auf den neuesten Stand zu sein und mitreden zu können. Besorgniserregend ist vor allem die Zahl bei den Jüngeren (18 bis 29 Jahre), für 28,2 Prozent war das ein wesentlicher Kaufgrund. Bei vielen Befragten ist nicht der Wunsch, das neueste Handy zu haben im Vordergrund, sondern im Gegenteil, sie wollen nicht altmodisch wirken.

Handys werden meist ersetzt, weil sie nur mehr eingeschränkt funktionieren (31,4 Prozent) - die mangelnde Lebensdauer bleibt also ein wichtiger Faktor. Die Befragten haben auch Wünsche nach einem besseren Handy (22,8 Prozent) und veränderten Anforderungen und Erwartungen (22 Prozent). Die meisten persönlich Befragten (17 von 25) denken, dass Handys vor allem von anderen Menschen nur sehr kurz genutzt werden. Hier sind die Werbung und Angebote der Telekomfirmen "tonangebend", nach dem Motto: Wenn es die Möglichkeit gibt, das Handy nach zwei Jahren oder mittlerweile nur einem Jahr zu tauschen, dann werden das die meisten anderen auch tun. Die Werbung und immer neue, noch bessere Produkte (ver)führen damit zu häufigeren Käufen. Das zeigen auch die Zahlen: 14 Prozent der vorherigen Handys wurden aufgrund eines Upgrades vom Anbieter ersetzt. Diese Handys wurden im Schnitt neun Monate weniger lange genutzt als alle anderen. Personen, die ihr Handy aufgrund der Markteinführung eines neuen Modells ersetzt haben, nutzten ihr Handy nur ein Jahr und vier Monate.

Wird ein Handy nach Ablauf der Gewährleistung defekt, hängt die Entscheidung, ob dieses repariert oder ersetzt werden soll, vor allem von der noch zu erwartenden Nutzungsdauer und den Kosten der Reparatur ab. Meist wird ein Ersatzkauf der Reparatur vorgezogen. Relevant sind auch Angaben und Ratschläge des Händlers oder Herstellers.

Gerade bei Handys, die viele Ressourcen - etwa seltene Erden -verbrauchen, wäre aber eine längere Nutzung erstrebenswert, etwa durch bessere Reparierbarkeit.

SERVICE: Die AK Studie finden Sie unter wien.arbeiterkammer.at

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