Wiener Tierschutzverein: Sinnlose Hundeschlachtung in Rumänien muss endlich enden

Neuer Fall zeigt – Rumänien unternimmt rein gar nichts um die Tötung tausender Straßenhunde zu stoppen

Vösendorf (OTS) - Ein Hundeleben ist in Rumänien nicht viel wert -das dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Tausende Tierschützerinnen und Tierschützer sowie gemeinnützige Vereine kämpfen seit Jahren um das Schicksal der dortigen Straßenhunde, die für nicht unerhebliche Prämien von Hundefängern gefangen und anschließend brutal getötet werden. Zusätzlich wird Tierschützern und Tierheimen vor Ort das Leben schwer gemacht, denn sie sind natürlich schlecht fürs Geschäft. Auch der Wiener Tierschutzverein setzt sich seit Jahren für eine Verbesserung der Situation in Rumänien ein. Es gab in der jüngeren Vergangenheit zahlreiche Kontakte mit rumänischen Regierungsvertretern, der rumänischen Botschaft, etc. Zudem war auch der WTV in Rumänien zu Gesprächen vor Ort, im Gegenzug gab es auch Gespräche mit rumänischen Regierungsvertretern im Wiener Tierschutzhaus in Vösendorf. "Wir waren immer um einen sinnvollen Dialog und eine konstruktive Lösung dieser schrecklichen Zustände mit Rumänien bemüht. Uns wurde auch versichert, dass man sich des Problems bewusst sei und entsprechende Maßnahmen ergreifen werde", sagt WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic.

Außer Versprechungen nichts passiert

Leider blieb es allerdings nur bei Versprechungen, passiert ist bislang nichts, wie auch der aktuellste Fall - leider einer von vielen - der an den WTV herangetragen wurde, zeigt. Der Verein "Suceava - Memory of Tina e.V." betreut seit mehreren Jahren ebenfalls ein Tierheim im der rumänischen Stadt Suceava. Dieses hat verfügt eigentlich über eine Kapazität von 1000 Tieren. Aktuell sind dort 1.500 untergebracht, da immer mehr Hunde von den Hundefängern dorthin verbracht werden. Bisher klappte die Zusammenarbeit mit der Stadt (der das Tierheim gehört) und dem amtierenden Bürgermeister sehr gut. Doch leider haben sich die politischen Verhältnisse dort geändert und mit dem Tierschutz ist es wieder vorbei. Letzte Woche wurde ein Tierarzt von der Stadt angestellt, der bereits unsachgemäß Einschläferungen vorgenommen habe, meldet der Verein. Aufgrund der starken Proteste vor Ort hat er die Arbeit dann gestoppt. Es scheint jedoch nur eine Frage der Zeit, bis er seine Tätigkeit wieder aufnimmt.

Maß ist voll

"Das Maß ist endgültig voll. Wie können europäische Tierärztinnen und Tierärzte nur freiwillig zu Schlächtern werden?", sagt die WTV-Präsidentin. Der Wiener Tierschutzverein kann und will die Situation in Rumänien jedenfalls nicht länger hinnehmen und fordert die rumänische Regierung sowie die rumänische Botschaft in Österreich auf, endlich Stellung zu beziehen. "Wir waren immer um eine partnerschaftliche Lösung bemüht. Wenn Rumänien unter den Tierschützerinnen und Tierschützern Freunde behalten will, soll das Massaker sofort unterbleiben. Der WTV hat sonst keine andere Wahl, als gezielt zum Boykott rumänischer Urlaubsorte und Waren aufzurufen - und die europäischen Tierschutzvereine werden den Aufruf verbreiten. Wir bitten jedenfalls die Bevölkerung und die Medien um ihre Mithilfe. Denn jedes Leben, das gerettet werden kann ist ein Aufschrei gegen diese sinnlose Barbarei und macht hoffentlich Schule", so Petrovic abschließend.

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