AK Test: Nebenspesen-Dschungel bei Handy-Anbietern

Acht Handy-Anbieter mit 59 verschiedenen Nebenkosten

Wien (OTS) - Wenn es um Nebenkosten geht, zeigen sich Mobilfunk-Anbieter einfallsreich. 59 unterschiedliche Nebenkosten hat die AK bei acht Anbietern gefunden: für Mahnungen, Sperren, Entsperren, Tarifwechsel, und, und, und. "Wie viele Nebenkostenposten einzelne Betreiber ausgetüftelt haben, ist genauso unterschiedlich wie die Höhe der jeweils verrechneten Kosten", weiß AK Konsumentenschützerin Daniela Zimmer. Obendrein sind manche Nebenspesen auch noch teurer geworden.

"Es gibt ein regelrechtes Dickicht an Nebenspesen", sagt Zimmer. Die AK hat 59 Nebenspesen bei den acht geprüften Handy-Anbietern (A1, T-Mobile, Tele.ring, Drei, Bob, Yesss, Ge-org, HoT) ausgemacht. Die AK Studie zeigt konkret:
+ Zwölf Spesenpositionen orteten die AK TesterInnen für Rechnungen, Zahlungsverkehr und Mahnungen, zum Beispiel für eine erste Mahnung, einen Mahnstopp, für den Umstieg von einem Einzugsauftrag auf Zahlschein, ein Duplikat des Einzelentgeltnachweises, …
+ Sieben Spesen beziehen sich auf Sperren und Entsperren, etwa SIM-Sperre aufgrund nicht bezahlter Rechnung, Aufhebung der SIM-Sperre nach Einzahlung der Rechnung, …
+ Acht Positionen betreffen die Aufhebung der Betreiberbindung und Tarifwechselkosten, zum Beispiel Aufheben der SIM-Sperre unter einem Jahr nach Kaufdatum, Wechseln des Tarifs auf SIM-only Tarife nach Ende der Vertragslaufzeit, …
+ Vier Spesensätze gehen die SIM-Karte an, etwa SIM-Karten-Ersatz bei Diebstahl oder Verlust, …
+ 28 Spesensätze gibt es für extra erbrachte Serviceleistungen, etwa Abschalten der Mobilbox durch das Serviceteam, Aus- oder Einschalten der Mehrwertdienstnummer-Sperre, Rufumleitung über das Serviceteam, normale oder goldene Wunschnummer, …

Spitzenreiter mit 34 verschiedenen Spesensätzen sind A1, T-Mobile und Tele.ring, 28 hat Drei. Yesss, Bob, Ge-org und HoT kommen mit weniger aus (zwischen 14 und 16 Spesensätze), auch weil manche Services in ihrem Produktportfolio nicht enthalten sind.

"Die Preisgestaltung bei vielen Spesen ist sehr unterschiedlich", weiß Zimmer. So kostet etwa eine erste Mahnung 4,36 bis 10 Euro. Der SIM-Kartenersatz bei Diebstahl kann sich mit 2,20 bis 30 Euro zu Buche schlagen, eine Wunschnummer mit 25 bis 200 Euro.

Vier Anbieter (A1, T-Mobile, Drei und Tele.ring) haben die Aktivierungskosten deutlich angehoben - von 39,90 bis 49,90 Euro auf 49,90 bis 69,99 Euro. Positiv: Bob, Ge-org und HoT verrechnen keine Aktivierungskosten. Die Aufhebung der SIM-Sperre (Betreiberbindung) kann vor Ablauf der Mindestvertragsdauer bis zu 150 Euro kosten. Bis zu 49,90 Euro wird für den Tarifwechsel (auf gleicher Ebene oder billiger) verlangt. Fünf Anbieter lassen sich sogar den Wechsel zu einem Tarif mit höherem Grundentgelt mit bis zu 19,90 Euro abgelten.

SERVICE: Die AK Analyse zu den Nebenkosten gibt’s unter wien.arbeiterkammer.at

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