Vilimsky: Wie viel Geld fließt von Österreichs Banken an die Bilderberger?

Hat auch die Republik für Faymanns Besuche "Eintrittsgeld" bezahlt?

Wien (OTS) - Kontrollbank-Generaldirektor und Ex-Minister Rudolf Scholten (SPÖ) ließ gestern in der ZiB-2 mit interessanten Informationen zum Bilderberg-Treffen in Tirol aufhorchen, an dessen Organisation er maßgeblich beteiligt ist. Auf die Frage, warum er an einem Immobilienunternehmer und drei Bankern als Gästen mehr interessiert sei als zum Beispiel einem Vertreter der Nichtregierungsorganisation Attac, antwortete Scholten wörtlich:

"Das kann ich Ihnen genau sagen, weil ich muss mich nicht nur um die österreichische Liste, sonst auch die Finanzierung kümmern, und daher gibt es eine - sozusagen eine gewisse Anerkennung derer, die auch diese Konferenz sponsern, dass sie dann auch einen Vertreter senden können."

"Scholten legt damit offen, dass offenbar die Raiffeisenbank und die Bank Austria und wohl auch die Kontrollbank, der er selbst angehört, dieses konspirative Treffen der sich als Weltelite fühlenden Herrschaften finanziell unterstützen", schließt daraus FPÖ-Generalsekretär und EU-Delegationsleiter Harald-Vilimsky, der sich dieser Tage aus Anlass des in Österreich stattfindenden Treffens kritisch mit der Organisation auseinandergesetzt hat (siehe:
http://bit.ly/1KSF6IT). Für die Bank Austria nimmt Erich Hampel, für Raiffeisen Karl Sevelda laut offizieller Liste an dem Treffen in Telfs teil.

Die Finanzierung eines demokratisch nicht legitimierten, aber offenbar mit einiger Macht ausgestatteten Treffens werfe ein äußerst unschönes Licht auf die Banken, die sich in ihrer Werbung gerne als besonders kundenfreundlich darstellen. "Aus den Teilnehmerlisten der letzten Jahre ist zudem ersichtlich, dass auch Vertreter anderer Banken - etwa der Erste Group oder der BAWAG - bereits bei den Bilderbergern verkehrten. Es ist zwar interessant zu wissen, dass sie dort offenbar nicht wegen ihrer Expertise, sondern wegen des einbezahlten Geldes willkommene Gäste waren. Für die Kunden ist das jedoch wenig tröstlich", so Vilimsky.

"Ich fordere daher im Sinne der Transparenz und Kundenorientierung die heimischen Banken auf, umgehend offenzulegen, in welchen Jahren sie Bilderberg-Treffen mit welchen Summen unterstützt haben", so Vilimsky. Gleiches gelte für Kanzler Faymann, der seine Besuche im auserwählten Kreis bisher immer als Privatsache abgetan hatte, denn:
"Spätestens wenn die Republik auch für ihn das Eintrittsgeld bezahlt hat, ist Schluss mit privat!"

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