Walser: „Wiener Festwochen nicht im Besitzstand der SPÖ“

Grüne empört über parteipolitische Einflussnahme auf Podiumsdiskussion

Wien (OTS) - "Die Wiener SPÖ scheint nicht zu verstehen, dass die Wiener Festwochen keine Partei-Einrichtung sind, sondern ein mit Steuergeldern finanziertes Kulturfestival, das sich nicht im Besitzstand von Andreas Mailath-Pokorny befindet", reagiert Harald Walser, vergangenheitspolitischer Sprecher der Grünen, verblüfft auf den Druck des Wiener Kulturstadtrates, ihn, Walser, von der Podiumsdiskussion "Was sie unterließ, haben wir getan" ausladen zu wollen.

Walser sei als Historiker, der sich seit Jahrzehnten mit erinnerungspolitischen Fragen beschäftigt hat, eingeladen worden und habe selbst nie daran gedacht, als Parteipolitiker zu agieren, sondern sich darauf gefreut, mit einem erstklassig besetzten Podium in einem spannenden Kontext jene Fragen zu diskutieren, die in der Programmankündigung zu finden sind. "Ich wäre aber sehr daran interessiert, mit Andreas Mailath-Pokorny auch den parteipolitischen Kontext zu erörtern. Zum Beispiel, warum selbst die Gedächtnispolitik bei uns im rot-schwarzen Proporz zu erfolgen hat, wie dies beispielsweise rund um das ‚Haus der Geschichte’ oder aktuell auch bei der Ausgliederung der KZ-Gedenkstätte Mauthausen der Fall ist."

Was für die Wiener SPÖ als "demokratisch selbstverständlich" gilt, ist nichts anderes als der Anspruch, in ein Kulturprojekt kontrollierend, nämlich im parteipolitischen Interesse eingreifen zu wollen. Walser zitiert daher die Reaktion der Projektverantwortlichen auf die Interventionsversuche: " ‚Wir betrachten diese als Angriff auf unsere Arbeit sowie als Versuch unsere künstlerische und wissenschaftliche Integrität zu diskreditieren.’ Dem ist nichts mehr hinzuzufügen."

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