BMBF: Sprachliche Gleichstellung in allen Bereichen – auch in Schulbüchern!

Wien (OTS) - Das Bundesministerium für Bildung und Frauen setzt sich für eine sprachliche Gleichbehandlung von Mädchen und Buben bzw. Frauen und Männern in allen gesellschaftlichen Bereichen ein. Das gilt auch für die Schulen und den Unterricht.

"Es ist ein großes Anliegen des Ressorts, dass Schülerinnen und Schülern von Beginn an die Potenziale einer geschlechtergerechten und diskriminierungsfreien Gesellschaft näher gebracht werden und sie Vielfalt als Chance begreifen. Das beinhaltet auch eine geschlechtergerechte Sprache", so MMag.a Susanne Preuer, Sprecherin des BMBF. "Denn Sprache schafft Wirklichkeit und gendergerechte Sprache und Lesbarkeit schließen einander nicht aus."

Seit 1995 gilt der Grundsatzerlass zum Unterrichtsprinzip "Erziehung zur Gleichstellung von Frauen und Männern", das seither sukzessive in die Lehrpläne integriert wurde.
Das Unterrichtsprinzip soll unter anderem dazu beitragen, alle im Bereich tätigen Personen zu motivieren, Fragen der Gleichstellung der Geschlechter verstärkt in den Lehrinhalten der Lehrpläne, im Unterricht, in den Schulbüchern und sonstigen in Verwendung stehenden Unterrichtsmitteln zu berücksichtigen sowie die Diskussion an den Schulen über dieses Thema zu intensivieren. Das Unterrichtsprinzip entspricht auch zwei dementsprechenden Entschließungen des Nationalrates aus 1985 und 1988.

Im Jahr 2002 wurde die Notwendigkeit zur Umsetzung der sprachlichen Gleichbehandlung von Frauen und Männern im gesamten Bereich des Ressorts mittels Rundschreiben bekannt gemacht. Dieses Rundschreiben ist nach wie vor in Kraft und verpflichtet die nachgeordneten Dienststellen (Landesschulräte, Schulen, Pädagogischen Hochschulen) und alle Bediensteten zu den angeführten Maßnahmen.

Für die Approbation von Schulbüchern durch eine Gutachter/innenkommission ist Gleichbehandlung von Frauen und Männern und die Erziehung zur partnerschaftlichen Gestaltung der gesellschaftlichen Entwicklungen deshalb ein Grundsatz und wichtiges Kriterium. Daher werden nur jene Schulbücher genehmigt, die Genderaspekte ausreichend berücksichtigen.

Auch im Rahmen des Nationalen Aktionsplans "Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt" hat sich das BMBF unter anderem mit dem Thema "Gendergerechte Darstellung der Inhalte in Schulbüchern" auseinandergesetzt. 2012 wurde daher der "Leitfaden zur Darstellung von Frauen und Männern in Unterrichtsmitteln" auf Basis einer "Analyse von Schulbüchern für die Volksschule im Hinblick auf geschlechterspezifische Aspekte" aktualisiert und als Druck- und Internetversion zur Verfügung gestellt.

Rückfragen & Kontakt:

BM für Bildung und Frauen
MMag.a Susanne Preuer
Sprecherin des BMBF
01-53120/4305
Susanne.preuer@bmbf.gv.at
www.bmbf.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MUK0001