Erfolgreicher „Dialog am Boot“ zwischen Jugend und Politik

Dialogkonferenz des Landesjugendreferats Kärnten und der Bundesjugendvertretung bringt mehr Jugendbeteiligung in die Regionen. Politische Bildung als zentrale Forderung!

Wien (OTS) - Velden am Wörthersee ist seit Sonntag Schauplatz der ersten regionalen Dialogkonferenz unter dem Motto "Jugendbeteiligung voranbringen", die von der Bundesjugendvertretung (BJV) in Kooperation mit den Bundesländern Kärnten, Steiermark, Niederösterreich, Wien und Burgenland organisiert wurde. Highlight war der heutige abschließende "Dialog am Boot", bei dem sich Jugendliche zwischen 16 und 24 Jahren direkt am Wörthersee mit EntscheidungsträgerInnen aus Politik und Verwaltung über ihre Ideen für mehr Jugendbeteiligung austauschen konnten. Unter den rund 100 TeilnehmerInnen waren u.a. Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner und Landtagspräsident Reinhart Rohr.

Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Strukturierten Dialogs durchgeführt, der von der EU 2009 ins Leben gerufen wurde und das Ziel hat, mehr Jugendbeteiligung in die Politik zu bringen.

Forderungen: Jugendgemeinderäte und Politische Bildung

Nach einer Darstellung der aktuellen Beteiligungsmöglichkeiten in den einzelnen Bundesländern wurde an konkreten Maßnahmen für deren Ausbau gearbeitet. Die TeilnehmerInnen sprachen sich dabei für verpflichtende Jugendgemeinderäte in ganz Österreich und die gesetzliche Verankerung der Landesjugendbeiräte in allen Bundesländern aus. Besonders hervorgehoben wurde die notwendige Verankerung eines eigenen Schulfaches für Politische Bildung, aber auch die Möglichkeit, Beteiligungskultur von klein auf zu erlernen und niederschwellige Angebote zu unterschiedlichen Themen für alle zugänglich zu machen.

Beteiligung nachhaltig weiterführen

"Mitgestaltung fängt in der direkten Umgebung an. Mit den regionalen Dialogkonferenzen wollen wir das EU-Instrument des Strukturierten Dialogs in den lokalen Bereich und das Lebensumfeld junger Menschen tragen. Es ist wichtig, dass Jugendliche selbst die Belange mitgestalten können, die sie direkt betreffen, zum Beispiel wenn es um Bildung oder Arbeitsmarkt geht", erklärt BJV-Vorsitzende Johanna Tradinik.
Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner hebt den Stellenwert des Dialogs zwischen Jugend und Politik hervor: "Ich freue mich, dass wir mit der ersten regionalen Dialogkonferenz in Kärnten einen Beitrag zum Austausch zwischen Jugendlichen und politischen EntscheidungsträgerInnen leisten konnten. Wichtig ist, dass wir die Ergebnisse nach der Konferenz weitertragen und in die Tat umsetzen. Dabei geht es auch darum, eine Beteiligungskultur zu entwickeln, in der die Einbeziehung junger Menschen im politischen Alltag selbstverständlich wird."
Auch die BJV-Vorsitzende Johanna Tradinik betont, dass Mitbestimmung Verbindlichkeit braucht: "Erfreulich ist, dass die teilnehmenden Bundesländer bei der Dialogkonferenz in Aussicht gestellt haben, konkrete Projektpartnerschaften zu übernehmen, damit soll die Zusammenarbeit zwischen Jugend und Politik nachhaltig weitergeführt werden."

Vorurteile aus dem Weg räumen

Die Dialogkonferenz zeigte ganz klar, dass Jugendliche mitgestalten und sich in ihr Umfeld einbringen wollen: "Junge Menschen sprudeln vor Ideen und haben innovative Ansätze. Das muss die Politik stärker nutzen", betont Tradinik. "Wir machen immer wieder die Erfahrung, dass der Dialog zwischen Jugendlichen und PolitikerInnen für beide Seiten sehr bereichernd ist. Vorurteile, dass Jugendliche sich weniger auskennen oder sich nicht für Politik interessieren würden, können im direkten Kontakt schnell aus dem Weg geräumt werden", erklärt Tradinik.
Die BJV freut sich auf nachhaltige Auswirkungen der Dialogkonferenz, so die Vorsitzende weiter: "Ziel ist, dass Beteiligung junger Menschen selbstverständlicher Teil des politischen Alltags wird - und zwar auf allen Ebenen, denn junge Menschen sind von all diesen Entscheidungen direkt betroffen."

Vorschau: 2. Dialogkonferenz in Bregenz

Für die Bundesländer Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg sowie Südtirol findet von 9. bis 11. September 2015 die zweite regionale Dialogkonferenz in Bregenz statt. Informationen und Anmeldung auf www.bjv.at und www.strukturierter-dialog.at

Die Dialogkonferenzen werden finanziell unterstützt durch die Europäische Kommission, das Bundesministerium für Familien und Jugend sowie die teilnehmenden Bundesländer.

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Magdalena Schwarz
Geschäftsführerin
Bundesjugendvertretung
Tel. 0676/880111147
magdalena.schwarz@bjv.at

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