LR Gerhard Köfer liefert sinnvolle Spar-Vorschläge für Kärnten

Sparmaßnahmen im Kulturbereich dürfen kein Tabuthema sein

Klagenfurt (OTS) - Kärntens Landesrat Gerhard Köfer präsentierte heute, Dienstag, im Rahmen seiner Pressekonferenz nach der Regierungssitzung erste Sparvorschläge und fordert die rasche Umsetzung dieser Maßnahmen: "Mein ganz klares Credo lautet, dass die Politik, bevor sie der Bevölkerung eisernen Sparwillen abverlangt, endlich bei sich selbst zu sparen beginnt. Daher halte ich es für absolut notwendig, die Parteienförderung umgehend um mindestens ein Drittel zu reduzieren. Dies würde rund 2,6 Millionen Euro an jährlichen Einsparungen bringen." Er, Köfer, verlangt zudem die Rücknahme der im Vorjahr von der rot-schwarz-grünen Koalition beschlossenen Erhöhung der Politikergehälter, was eine Einsparung von rund 400.000 Euro im Jahr darstellt: "Gerade in Zeiten von Rekordarbeitslosigkeit, wo viele Menschen in Kärnten nicht mehr wissen, ob sie das Geld lieber für Nahrungsmittel oder Heizmaterial ausgeben sollen, hat für erhöhte Polit-Gagen niemand Verständnis. Die Streichung der Erhöhung wäre ein längst fälliges Zeichen in Richtung der Bürger."

Als erstes Regierungsmitglied rüttelt LR Köfer heute am bisherigen Tabuthema, der Kulturförderung: "Hier muss dringend der Sparstift angesetzt werden. Alleine das Land fördert das Stadttheater Klagenfurt jährlich mit über 10 Millionen Euro. Stellt man diese Zahl der Besucherfrequenz gegenüber, wird jeder Theater-Gast mit 106 Euro subventioniert. Andere Theatereinrichtungen finden mit einem Zuschuss von rund 10 Euro je Gast oder noch weit weniger das Auslangen." Massive Einsparpotenziale ortet LR Köfer im Kulturbereich auch bei der Carinthischen Musik-Akademie: "Die Förderung des Landes dafür, die gesamt über zwei Millionen Euro jährlich ausmacht, sollte es in Zukunft nicht mehr geben. Außerdem gilt es sämtliche Zahlungen für das Landesmuseum, das derzeit nicht einmal geöffnet hat, zu hinterfragen. Kosten und Nutzen stehen dort in keinem Verhältnis."

Massive Reformverweigerung sieht LR Köfer derzeit bei der ÖVP:
"Während LR Benger stets bei allen anderen Reformwillen einfordert, ist er in seinen eigenen Bereichen völlig säumig und erledigt seine Hausaufgaben nicht. Alleine die Eingliederung des landwirtschaftlichen Schulwesens in die Bildungsabteilung und die Überführung des ländlichen Wegenetzes in die Straßenbauabteilung würde für Einsparungen in der Höhe von ca. 700.000 Euro sorgen. Die Transferzahlungen vom Land an die Landwirtschaftskammer müssen ebenfalls überdacht werden." In Bezug auf die von Benger vorangetriebene Zusammenführung der beiden landwirtschaftlichen Schulen Litzlhof und Drauhofen hat LR Köfer in der Regierungssitzung vorgeschlagen, vom geplanten Zubau des Litzlhofs abzusehen und dafür ein bestehendes Gebäude zu nutzen. "Dies würde Einsparungen in Millionenhöhe zur Folge haben. Meiner Idee wurde von Seiten der Koalition positiv begegnet und eine eigene Kommission soll nun diesen Vorschlag prüfen."

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