Wissenschaftsministerium schreibt Gabriele Possanner-Staatspreis 2015 aus

BMWFW vergibt Staatspreis und zwei Förderpreise für Geschlechterforschung

Wien (OTS/BMWFW) - Bereits zum zehnten Mal verleiht das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) heuer den Gabriele Possanner-Staatspreis an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die durch ihre Arbeit einen Beitrag zur Förderung der Geschlechterforschung in Österreich leisten. "Wir wollen die wissenschaftlichen Leistungen in diesem Feld sichtbarer machen und ausgezeichneten Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Forschung eine Bühne für ihre Arbeiten geben. Gleichzeitig ist dieser Preis auch eine gute Gelegenheit, aktuelle Fragestellungen und Herausforderungen zur Chancengleichheit und der Geschlechterforschung in den Fokus zu rücken", sagt Wissenschafts- und Forschungsminister Reinhold Mitterlehner.

Die Ermittlung der Staatspreisträgerin/des Staatspreisträgers erfolgt durch Nominierung. Die Rektorinnen und Rektoren der 22 Universitäten sowie die Leitungen von drei außeruniversitären Forschungsinstitutionen sind dazu eingeladen, je eine geeignete Kandidatin bzw. einen geeigneten Kandidaten ihrer Universität bzw. einer Forschungseinrichtung vorzuschlagen. Aus den eingelangten Nominierungen erarbeitet eine hochkarätige Fachjury einen Vorschlag für den Wissenschaftsminister.

Der Gabriele Possanner-Staatspreis ist mit 10.000 Euro dotiert. Zudem hat die Jury die Möglichkeit, als symbolische Auszeichnung einen Würdigungspreis für ein Lebenswerk im Zeichen der Geschlechterforschung zu empfehlen. Mit den beiden Förderungspreisen, dotiert mit je 6.000 Euro, sollen wissenschaftliche Einzelleistungen (Dissertationen, Diplomarbeiten, Masterarbeiten oder Forschungsarbeiten, die ab 2013 verfasst oder herausgegeben wurden) ausgezeichnet werden, die auf die Stärkung der Geschlechterforschung in Österreich förderliche Auswirkungen haben. Für die "Gabriele Possanner-Förderungspreise" sind Eigenbewerbungen erwünscht, die Bewerbungsfrist läuft bis 31. Juli 2015.

Der Staatspreis wird seit 1997 alle zwei Jahre vergeben, zum Gedenken an die erste Verleihung eines akademischen Grades an eine Frau durch eine Universität in Österreich. Gabriele Possanner gilt als Pionierin und Vorkämpferin für berufliche Chancengleichheit von Frauen in der Wissenschaft. Für die Nostrifizierung an der medizinischen Fakultät der Universität Wien im Jahr 1897 musste sie alle "schweren Prüfungen", die sie davor schon einmal zur Erlangung des Doktorates an der Universität Zürich erfolgreich absolviert hatte, an der Universität Wien ein zweites Mal ablegen.

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