- 02.06.2015, 14:11:05
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Christian Ragger: Wieder Millionenbeschluss ohne Prüfung von Alternativen
Reformen müssen bei riesigen Kosten der Spitalsambulanzen ansetzen
Utl.: Reformen müssen bei riesigen Kosten der Spitalsambulanzen
ansetzen =
Klagenfurt (OTS) - "Die rot-grün-schwarze Koalition macht trotz
Spar-Reformdrucks in alten Stil weiter. Sie segnet den Plan von LR DI
Christian Benger zur Zusammenlegung der landwirtschaftlichen Schulen
Drauhofen und Litzlhof ab, der sechs Millionen kostet, ohne dass
Alternativen geprüft werden", kritisiert der Obmann der Kärntner
Freiheitlichen LR Mag. Christian Ragger. "Es ist unverständlich, dass
die landwirtschaftlichen Schulen nicht in die Schulabteilung
eingegliedert werden. Da leisten wir uns eine doppelte teure
Verwaltungsstruktur, die überdies gemeinsame schulübergreifende
Lösungen verhindert", ärgert sich Ragger. Lieber streichen SPÖ und
ÖVP den Familien den Familienzuschuss, statt hier Synergien zu
nutzen. Nur weil der schwarze Landesrat seine Zuständigkeit nicht an
den roten Schulreferenten abtreten will".
Auch im Gesundheitsbereich vermisst Ragger eine klare Strategie.
"Wir haben in Kärnten jahrelang die ambulanten Strukturen
vernachlässigt. Kärnten ist das Bundesland mit der geringsten Dichte
an Kassenfachärzten. Wir haben einen dramatischen Mangel an
Neurologen, Urologen, Psychiatern und Internisten, welche
endoskopische Untersuchungen durchführen. Wohin sollen die Patienten?
Sie gehen in die Spitalsambulanzen, die mittlerweile 130 Millionen
kosten. Da ist Kärnten österreichweit Spitzenreiter." Aber da
passiere nichts.
Die Geldvergeudung illustriert Ragger an folgendem Beispiel: Ein
Arzt am Land bekommt nicht mal acht Euro netto, wenn er einen
Patienten wundversorgt. Die logische Folge: die Patienten gehen ins
Spital, wo dieselbe Wundversorgung über 100 Euro kostet." Statt
Anreize für niedergelassene Ärzte zu schaffen, mehr Patienten zu
versorgen, und mehr Kassenfachärzte zu installieren, steige der
Aufwand in den Spitalsambulanzen. Deren Kostendynamik sei ein
Riesenproblem fürs Kärnten Spitalsbudget.
(Schluss)
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