Belastungstest für Katastrophenhelfer

Einen besonderen Belastungstest absolvierten ehrenamtliche Helfer der Johanniter Ende Mai auf der Wiener Donauinsel

Wien (OTS) - Im Rahmen einer Katastrophenübung, die in den Nachtstunden von 29. -30. Mai auf der Wiener Donauinsel stattfand, stellten rund 50 ehrenamtliche Helfer der Johanniter ihr fachliches Know-how und ihre persönliche Belastbarkeit unter Beweis.

Um die Mitarbeitenden auf Katastropheneinsätze bestmöglich vorzubereiten, wurden sehr realitätsnahe Einsatzbedingungen geschaffen. Ein Übungsszenario mit aktuellem Bezug war der Einsatz des Johanniterteams nach einem verheerenden Erdbeben im Ausland. Dabei mussten verschüttete Personen geborgen werden und ein Sanitätsstützpunkt errichtet werden, um die Erdbebenopfer eines nahegelegenen Dorfes medizinisch zu versorgen. Sowohl Laiendarsteller, als auch professionelle Sanitäter mit realistisch präparierten und geschminkten Verletzungen und Erkrankungen stellten die verwundeten Personen dar.

"Einsatzübungen - wie diese - sind eine gute Möglichkeit um Abläufe, wie Zeltaufbau, Technik und Priorisierung und Behandlung der Patienten wie auch die Zusammenarbeit im Team zu üben. Dabei stehen auch die persönlichen Kompetenzen jedes Einzelnen auf dem Prüfstand", erklärt Andreas Dunkl, seit mehr als 10 Jahren Leiter des Johanniter-Katastrophenhilfsdienstes.
"Im Katastrophenfall weiß man selten, welche Rahmenbedingungen man vorfindet. Nach einem Erdbeben wie im Nepaleinsatz, müssen Helfer nicht nur fachliches Know-how beweisen sondern auch flexibel, teamfähig, belastbar und stressresistent sein", so Dunkl weiter.

Eben jene Soft Skills können nur unter extremen Bedingungen getestet werden, wie sie im Rahmen der Katastrophenübung simuliert wurden. Um den Druck einer Krisensituation nachzuahmen, musste die Sanitätsgruppe in einem vorgegebenen Zeitfenster eine fixe Anzahl an Patienten behandeln und wenn nötig ihren Abtransport organisieren. "So können die Ehrenamtlichen zumindest annähernd ihre Belastungsfähigkeit und Grenzen erfahren", erklärt der ehrenamtliche Notfallsanitäter.

In der nachfolgenden Besprechung der Einsatzübung werden Vorgehensweise und Koordination nochmals analysiert und die persönlichen Erfahrungen besprochen, um die Zusammenarbeit für den Ernstfall zu optimieren. Fazit des Einsatzleiters: "Die Mitarbeiter haben die Übung sehr gut gemeistert, das gilt sowohl für die Vorbereitung, Logistik und Planung der Übung als auch für den Einsatz selbst", lobt Andreas Dunkl das gute Zusammenspiel aller Beteiligten.

In Österreich und weltweit im Einsatz

Der Johanniter-Katastrophenhilfsdienst ist national und international tätig. In Österreich war die Johanniter-Katastrophenhilfe zuletzt 2013 beim Hochwasser in NÖ und 2014 nach einem Erdrutsch in Wien im Einsatz. Im Rahmen internationaler Einsätze halfen die Johanniter nach den Erdbeben in Nepal 2015, auf den Philippinen 2013 sowie in Haiti 2010 - in enger Zusammenarbeit mit den deutschen und den örtlichen Johanniter-Partnerorganisationen. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Katastrophenhilfsdienstes in Österreich helfen ehrenamtlich!

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Einen Filmbeitrag zur Katastrophenübung finden Sie unter:
https://www.youtube.com/watch?v=29bOa966_7I

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