Mückstein: Bestehende Versorgungslücken im Bereich Schmerztherapie müssen geschlossen werden

SchmerzpatientInnen brauchen qualifizierte Schmerzzentren

Wien (OTS) - Anlässlich ihrer Jahrestagung berichten die österreichischen SchmerzspezialistInnen von Fehl- und Unterversorgung im Bereich Schmerztherapie.
"Das ist eine niederschmetternde Diagnose, besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass Schmerzdienste in Krankenhäusern eingespart werden und in den letzten drei Jahren zehn Schmerzzentren geschlossen wurden, ohne für eine Kompensation im niedergelassenen Bereich zu sorgen. Hier muss dringend gegengesteuert werden", sagt die Gesundheitssprecherin der Grünen, Eva Mückstein.

Im letzten Gesundheitsausschuss brachten die Grünen einen Antrag ein, der Verbesserungen im Bereich der stationären Versorgung von SchmerzpatientInnen zum Inhalt hatte.
"Wir fordern, dass es qualifizierte Zentren in ausreichender Zahl für die Versorgung von PatientInnen mit chronischen Schmerzen geben muss. Leider wurde unser Antrag auch wegen unterschiedlicher Auffassungen, wo diese Zentren angesiedelt sein sollten, abgelehnt. Ich ersuche alle Beteiligten, ihr Konkurrenzdenken aufzugeben und im Interesse für die PatientInnen für optimale Lösungen zu sorgen", meint Mückstein.

Ebenso muss die Zusammenarbeit zwischen den HausärztInnen und den SpezialistInnen in den Krankenhäusern verbessert werden. Die Behandlung von Schmerzen als eigenständiges Krankheitsbild ist nach wie vor nicht in den Leistungskatalogen der Krankenkassen vorgesehen und neue, innovative Schmerzmedikamente werden nur nach bürokratischem Hürdenlauf von den Krankenkassen bezahlt.
Im letzten Gesundheitsausschuss wurde auf Initiative der Grünen die Gesundheit Österreich GmbH mit der Grundlagenarbeit für bundesweite Qualiätsstandards im Bereich Schmerztherapie beauftragt.

"So erfreulich es ist, dass jetzt endlich etwas weitergeht, muss doch gesagt werden, dass es noch lange dauern wird, bis es einheitliche Qualitätsstandards geben wird. Die SchmerzpatientInnen brauchen unsere Unterstützung jedoch bereits jetzt", sagt Mückstein.

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