RH-Bericht zu SchülerInnen mit Migrationshintergrund – Mayer für besseren Übergang von Kindergarten zu Volksschule

AK-Studie zeigt: Verschränkte ganztägige, gemeinsame Schule bringt bessere Förderung

Wien (OTS/SK) - Im heutigen Rechnungshofausschuss wird u.a. ein Bericht des Rechnungshofes (RH) zur Förderung von SchülerInnen mit Migrationshintergrund diskutiert. Der Rechnungshof verweist darin u.a. auf die zersplitterte Kompetenzlage, die die Koordination von Fördermaßnahmen erschwere. Für SPÖ-Rechnungshofsprecher Elmar Mayer bestätigt der Bericht die Forderung der SPÖ, dass der Übergang zwischen Kindergarten und Volksschule verbessert werden muss. "Wir brauchen eine intensivere Zusammenarbeit zwischen den elementarpädagogischen Einrichtungen als erste Bildungseinrichtungen und den Volksschulen. Vor allem der Informationsaustausch zwischen den Institutionen muss gewährleistet sein, damit es auch Kontinuität bei den Fördermaßnahmen gibt", so Mayer. ****

Wesentlich für den Lernerfolg von MigrantInnen sei auch, ob die Schule ihre Verantwortung für den Lernerfolg der SchülerInnen wahrnimmt. Hier schneiden verschränkte ganztägige Schulen eindeutig besser ab, wie auch die AK in einer gestern veröffentlichten Studie zum Thema Nachhilfe feststellt. An verschränkten Ganztagsschulen gaben signifikant weniger Eltern an, täglich mit ihren Kindern zu lernen bzw. für Nachhilfe zu bezahlen. "Gerade Eltern mit Migrationshintergrund können sich oft Nachhilfe für ihre Kinder finanziell nicht leisten oder verfügen selbst nicht über das nötige Bildungsniveau, um mit den Kindern umfassend zu lernen. Deshalb wird ja gerade in Österreich Bildung so stark ‚vererbt‘, weil vor allem Halbtagsschulen einen Teil der Verantwortung für den Lernerfolg an die Eltern verlagern. Mit dem Ausbau von verschränkten ganztägigen Schulen können diese Nachteile ausgeglichen werden", so Mayer. (Schluss) up/ah/mp

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