Schwenter/Korun: Kein Diskriminierungsgrund ist mehr „wert“ als ein anderer

Grüne: Levelling Up muss auch außerhalb der Arbeitswelt für alle gleich gelten

Wien (OTS) - Es ist bekanntgeworden, dass Bundesminister Hundstorfer versucht hat, die Gleichbehandlungsnovelle ohne die Diskriminierungsgründe Weltanschauung und Religion im Ministerrat einzubringen. "Dass ein Diskriminierungsgrund wichtiger sein soll als ein anderer, ist nicht nachvollziehbar", reagieren Judith Schwentner, Sozialsprecherin der Grünen, und Menschenrechtssprecherin Alev Korun mit Unverständnis. "Schönwetter-Toleranz hilft niemandem, es braucht Schutz in jeder Situation", betont Schwenter. "Es darf keinen Unterschied zwischen Diskriminierungsgründen und keine Hierarchie zwischen Opfern von Diskriminierung geben", ergänzt Korun.

"Der Kniefall der SPÖ vor der ÖVP beim Levelling Up im Gleichbehandlungsgesetz ist nicht verständlich, da er völlig an der Intention der Gleichbehandlung vorbeigeht", meinen Schwenter und Korun unisono. "Es braucht einen einheitlichen Schutz vor Diskriminierung für alle Betroffenen, auch außerhalb der Arbeitswelt. Dafür machen wir uns seit Jahren stark und laden sowohl ÖVP als auch SPÖ ein, bei Gleichbehandlung im 21. Jahrhundert anzukommen", sagen die beiden Politikerinnen.

Im ZARA Rassismus-Report 2014 ist ein deutlicher Anstieg an rassistischen Übergriffen gegen Personen muslimischen Glaubens zu verzeichnen. Die Anzahl der gemeldeten Vorfälle hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt und reicht von Hass-Postings über Diskriminierungen in der Schule bis hin zu körperlichen Übergriffen. Betroffen davon sind nicht nur MuslimInnen, sondern auch Personen, bei denen aufgrund äußerlicher Merkmale vermutet wird, dass sie muslimischen Glaubens sind.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0002