SPÖ-Kärnten fordert Öffnung von Forststraßen für MountainbikerInnen

Seiser, Leikam: Trend zum Mountainbiken in freier Natur muss stattgegeben werden. Eine Änderung des 1975 festgeschriebenen Gesetzes vorgenommen und Haftungsfrage festgeschrieben werden.

Klagenfurt (OTS) - "Auf Initiative der SPÖ wird in der heutigen Landtagssitzung ein Antrag eingebracht, in dem die Öffnung von Forststraßen für MountainbikerInnen gefordert wird", informiert SPÖ LAbg. Günter Leikam. Die Kärntner Landesregierung wird darin aufgefordert, bei der Bundesregierung dafür einzutreten, dass Forststraßen für das Befahren mit Mountainbikes geöffnet werden und ein entsprechendes Begleitkonzept samt notwendiger Gesetzesänderung zur Berücksichtigung der berechtigten Interessen von Natur, Tierwelt, WanderInnen, WegehalterInnen und WaldbesitzerInnen erarbeitet wird.

SPÖ Klubobmann LAbg. Herwig Seiser sieht aufgrund der Entwicklung in den vergangenen Jahren dringend Handlungsbedarf. "Vor 40 Jahren wurde ein Forstgesetz verabschiedet, dass das Betretungsrecht im Wald regelt. Das Gesetz erlaubt WanderInnen, SpaziergängerInnen und SkifahrerInnen das jederzeitige Betreten des Waldes zu Erholungszwecken. 1975 gab es aber noch keine Mountainbike-Sportlerlnnen, die den heimischen Tourismus belebten. Heute genießen allein in Österreich rund 800.000 begeisterte MountainbikerInnen die sportliche Betätigung in freier Natur. Vergleichsweise dazu gibt es sehr wenige freigegebene Strecken, die über Wald- und Forstwege führen", führt Seiser aus.

Ein wichtiger Punkt in der Forderung der Öffnung von Forststraßen für MountainbikerInnen ist zweifelsfrei die Haftungsfrage. "Nach dem derzeit gültigen Forstgesetz ist das Mountainbiken verboten und bedarf der Zustimmung der jeweiligen GrundeigentümerInnen beziehungsweise der ErhalterInnen der Forststraßen. "Mit einem neuen Gesetz dürfen weder für WegehalterInnen und GrundeigentümerInnen noch für die BenützerInnen rechtliche Unsicherheiten entstehen, deshalb soll die derzeitige Haftungssituation für GrundeigentümerInnen auch nach der Öffnung der Forststraßen gelten. Die SportlerInnen selbst sind ihrerseits aufgefordert, andere NaturnutzerInnen sowie auf die Tierwelt - insbesondere bei Nacht und Dämmerung - Rücksicht zu nehmen", stellt Leikam klar.

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