Kriminalpräventionsbericht 2014 – Prävention braucht Engagement

2014 haben 1.000 Polizistinnen und Polizisten der Kriminalprävention über 358.000 Menschen über Eigentumsschutz, die Verhinderung von Gewalttaten und Suchtmittel beraten.

Wien (OTS) - Prävention ist neben der Repression eine der wichtigsten Aufgaben der täglichen kriminalpolizeilichen Arbeit. Kriminalprävention erfolgt in vielen polizeilichen Bereichen, beginnend beim Schutz des Eigentums, bei Fällen von Gewalt bis hin zur Suchtberatung. Ein wesentlicher Ansatz dabei ist, die Kriminalität vor ihrer Entstehung zu verhindern und die Bürgerin und den Bürger gezielt miteinzubinden. Denn jede Österreicherin und jeder Österreicher kann aktiv zur eigenen Sicherheit beitragen. Die Präventionsbediensteten unterstützen dabei mit unabhängiger und kompetenter Beratung. Diese erfolgt in direktem Kontakt auf den Polizeiinspektionen und den Beratungszentren, per E-Mail und Telefon, vor Ort sowie bei Vorträgen, Veranstaltungen und in Schulen. Durch zielgerichtete und transparente Informations- und Wissensweitergabe sollen die Menschen in die jeweils aufkeimenden Problemfelder einbezogen und so Vorteile für sich und für die Gesellschaft erzielt werden. Die gesetzten Maßnahmen dienen auch dazu, das Vertrauen zwischen der Bevölkerung und der Polizei noch weiter zu steigern.

Im Rahmen der drei österreichweiten Jugendprojekte "All Right - Alles was Recht ist!", "Click & Check" und "BLEIB SAUBER - Jugend OK" konnten im Jahr 2014 in Summe über 97.000 Menschen erreicht werden. Diese Projekte werden gemeinsam mit den Jugendlichen, den Eltern und dem Lehrpersonal umgesetzt. "Die Polizistinnen und Polizisten greifen mit ihrer täglichen Arbeit jene Themen auf, die der Bevölkerung ‚unter den Nägeln brennen‘". Sie helfen dort, wo kompetente Unterstützung gebraucht wird", erklärt Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner anlässlich der Veröffentlichung des Kriminalpräventionsberichts 2014. "Prävention braucht Engagement! Für dieses Engagement und die wertvolle Arbeit möchte ich mich bei allen Präventionsbeamtinnen und -beamten in Österreich sehr herzlich bedanken!".

Auch die Kommunikationswege haben sich weiterentwickelt. So werden Soziale Netzwerke aktiv in die Präventionsarbeit miteinbezogen. Ende 2014 zählte die Facebook-Seite des Bundeskriminalamts bereits über 36.500 Freunde. 28 Präventionstipps zu aktuellen Themen wurden veröffentlicht. Bei durchschnittlich 40.000 Aufrufen pro Artikel bedeutet dies eine Gesamtsumme von 1,12 Millionen Klicks. Über die von der Bevölkerung sehr gut angenommenen Polizei-App wurden bereits 27 Artikel veröffentlicht.

Um auch zukünftig hochwertige, zielgruppenorientierte Maßnahmen anbieten und umsetzen zu können, werden die Ausbildungsmaßnahmen der Kriminalprävention im Jahr 2015 bedarfsbezogen überarbeitet und neu strukturiert.

Über das Büro für Kriminalprävention im Bundeskriminalamt

Das Büro für Kriminalprävention und Opferhilfe im Bundeskriminalamt ist die Zentralstelle für die Dienststellen in den Bundesländern. Die enge Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Dienststellen und generell allen Stakeholdern sowie der Austausch von Informationen stehen dabei im Mittelpunkt.

Der Jahresbericht zur Kriminalprävention 2014 steht auf der Homepage des Bundeskriminalamts www.bundeskriminalamt.at als Download bereit. Aufgelistet sind neben zahlreichen österreichweiten Daten und Fakten auch die Bundesländerdaten.

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Bundeskriminalamt
Mario Hejl, BSc MA
Pressesprecher
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