FPÖ-Kärnten: Dringlichkeitsantrag zum Erhalt der Kleinschulen

Ragger/ Leyroutz: EU-Förderungen abrufen – Alternative Lösungen erarbeiten

Klagenfurt (OTS) - Die FPÖ-Kärnten bringt in der heutigen Landtagssitzung einen Dringlichkeitsantrag betreffend dem Erhalt der Kleinschulen ein. Darin wird die Kärntner Landesregierung aufgefordert, EU-Förderungen für Kärntner Kleinschulen abzurufen und alternative Lösungen zur Schulstandort-Optimierung zu erarbeiten, um die Kärntner Kleinschulen zu erhalten. "Das vorliegende Schulschließungskonzept der rot-grün-schwarzen Koalition bedeutet, dass vor allem der ländliche Raum mit einem bildungspolitischen Kahlschlag rechnen muss. Gerade abseits des Zentralraumes sind diese Bildungseinrichtungen jedoch von wesentlicher Bedeutung", betonen LPO Mag. Christian Ragger und KO Mag. Christian Leyroutz einhellig.

Auch die Europäische Kommission hat den Wert von Kleinschulen im alpinen Raum erkannt. So werden bereits in Vorarlberg und in Graubünden in der Schweiz Projekte aus dem Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert, welche die nachhaltige Entwicklung dieser Strukturen zum Ziel haben. "Hier müssen wir ansetzen und ebenso EU-Fördergelder für Kärntner Kleinschulen abrufen, um deren Erhalt zu sichern. Bisher wurde das leider verabsäumt", zeigt Ragger auf.

"Ländliche Regionen sind besonders von Veränderungen der Altersstruktur der Bevölkerung betroffen. Viele Jungfamilien wandern ab und die Zahl der Kinder im Grundschulalter sinkt", merkt Leyroutz an. Unter Einbeziehung des Alpenraumprogramms 2014-2020 könnte man EU-Förderungen für ähnliche Projekte zur Bedeutung und Entwicklungschancen kleiner Schulen im alpinen Raum auch für Kärnten in Anspruch nehmen.

Mit der Schließung der Kleinschulen spare man 24 Lehrerposten, während das Land auf der anderen Seite 40 Pädagogen zusätzlich finanziert, um Ausländern Deutsch zu lehren, da die vom Bund dafür bewilligten Dienstposten nicht reichen. Hier bezahlt das Land Kärnten bereitwillig zusätzliche Lehrkräfte, aber für die Kleinschulen fehlt das Geld. "Die Schließung der Kleinschulen bringt nur eine Einsparung von rund 900.000 Euro, dafür nimmt man die Zerstörung des ländlichen Raumes in Kauf", so Ragger abschließend.

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