Ludwig/Chorherr/Rumelhart: Zukunft des HAUS DES MEERES/Zukunft des Flakturms im Esterhazypark

Wien (OTS) - Seit dem 26.11.1957 wurde der ehemalige Flakturm im Esterhazypark vom HAUS DES MEERES bzw. dessen Vorgängerorganisationen genutzt. In diesen 58 Jahren wurden seitens des "Verein Haus des Meeres" erhebliche finanzielle Mittel in dieses Haus investiert. Heute ist das Haus des Meeres Aqua Terra Zoo und Museum - eine Bildungseinrichtung und Top-Sehenswürdigkeit, die jährlich hunderttausende BesucherInnen anlockt.
Aufgrund anstehender Sanierungsvorhaben am Turm selbst und Erneuerungen im Zoo-Betrieb sind die Betreiber an die Stadt Wien herangetreten, um den Turm, den sie bislang
gemietet habe, im Eigentum zu übernehmen. ****

Der vorliegende Kaufvertrag, der in der kommenden Gemeinderatssitzung beschlossen werden soll, beinhaltet eine Verpflichtung der Käuferin zum Betrieb des Aqua Terra Zoos und stellt den Erhalt des am Turm weithin sichtbar angebrachten Kunstwerks von Lawrence Weiner und der Kletterwand des Alpenvereins an der Südseite sicher. Der Stadt Wien wird ein Rückkaufrecht des Flakturms eingeräumt, sollte der Zoobetrieb enden.

Wohnbaustadtrat Michael Ludwig hebt hervor: "Mit dem Verkauf des Flakturms gewinnen sowohl die die Wienerinnen und Wiener als auch die Stadt und das Haus des Meeres. Für die Bevölkerung bleibt alles beim Alten was die Nutzung des Parks und des Flakturms betrifft. Die Stadt Wien und damit der Steuerzahler erspart sich künftige Instandhaltungen und trennt sich von einem Objekt, das bereits seit vielen Jahren erfolgreich vom Haus des Meeres bewirtschaftet wird. Und das in der Gewissheit, dass ein bedeutsames Mahnmal des 2. Weltkrieges erhalten bleibt. Last but not least verfügt das Haus des Meeres damit über eine solide Basis für künftige Investitionen. Mit dem Rückkaufsrecht ist sichergestellt, dem historischen Charakter des Gebäudes auch zukünftig Rechnung zu tragen."

"Damit ist sichergestellt, dass einerseits der erfolgreiche Weg des Haus' des Meeres weitergehen wird und andererseits der Stadt Wien ein Rücknahmerecht garantiert wird, sollte der Zoo-Betrieb einmal eingestellt werden. Ich denke, dass dies ein wichtiger Schritt ist, um der Öffentlichkeit die Zugänglichkeit zu diesem einen Flakturm im Herzen der Stadt, der ja auch ein Mahnmal des Krieges und der Zwangsarbeit darstellt, langfristig zu gewährleisten", so Gemeinderat Christoph Chorherr, Planungssprecher der Grünen Wien.

"Der 6. Bezirk profitiert vom Verkauf", ist Mariahilfs Bezirksvorsteher Markus Rumelhart überzeugt und erklärt: "Dadurch ist der Standort des beliebten Aqua Terra Zoos gesichert. Das Haus des Meeres wird den Flakturm erhalten. Kinder können weiterhin ungehindert im Esterhazypark spielen und Erwachsene ihre Freizeit verbringen. Zudem sind Kooperationen mit dem Haus des Meeres geplant, um gemeinsam in unseren Erholungsraum zu investieren."

"Die seit 58 Jahren bestehende, gemeinnützig tätige HAUS DES MEERES Gruppe ist bereit, den ehemaligen Flakturm - im 7ten Jahr zäher Verhandlungen - ins Eigentum zu übernehmen. Im Laufe der Zeit wurden bereits etliche Millionen aus Eigenmittel aufgebracht, um die Funktionalität und den erforderlichen Ausbau zu gewährleisten. Durch die Bonitätssteigerung wäre der beabsichtigte Zubau inklusive Außenlifte - erneut ohne Steuergeld - leichter finanzierbar. Bekanntlich gibt es seit dem Jahre 2010 keine Subvention mehr! Die Stadt Wien würde sich gleichzeitig erhebliche, jährliche Betriebskosten ersparen. Auch die fällige Absicherung des Sichtbetons würde künftig dem HAUS DES MEERES obliegen. Eine Win-Win Situation wäre somit gegeben. Für die Parkbesucher ändert sich kaum etwas, da das Gebäude samt Flächen bereits seit Jahren vom Haus des Meeres gemietet wird und das Servitutsrecht so wie bisher eingeräumt wird," hält Franz Six, Stiftungsvorstand Haus des Meeres, fest.

Der Verkauf des Flakturms im Esterhazypark an die "Haus des Meeres Betriebs GmbH" wird am kommenden Montag, den 1. Juni, im Wohnbauausschuss behandelt. Nach der darauffolgenden Beratung im Stadtsenat soll der Verkauf bei der nächsten Gemeinderatssitzung am 1. Juli beschlossen werden. (Schluss)

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