Wiener Charta-Gespräche „Respekt gemeinsam leben“ ab 29. Mai in allen Bezirken

Frauenberger: „Respekt muss jeden Tag erarbeitet werden“

Wien (OTS) - "Gerade in Zeiten, in denen rassistische Übergriffe vermehrt vorkommen, ist es wieder an der Zeit, miteinander zu diskutieren und uns für Akzeptanz und Vielfalt zu engagieren", stellt Stadträtin Sandra Frauenberger anlässlich des Nachbarschaftstags am 29.5. fest. Aus diesem Grund werde die Stadt, wie Frauenberger ankündigt, in den nächsten Monaten wieder stärker auf die Durchführung von Charta-Gesprächen setzen. Den Auftakt dazu macht eine gemeinsame Veranstaltung mit Partnerorganisationen, UnterstützerInnen sowie ModeratorInnen von Charta-Gesprächen am morgigen Freitag im Hotel Magdas.

Unter dem Motto "Wiener Charta - Respekt gemeinsam leben" starten ab sofort und bis Mitte September 23 von der Wiener Integrations- und Diversitätsabteilung (MA 17) organisierte Charta-Gespräche in den 23 Bezirken. Darüber hinaus werden wieder Organisationen und engagierte Einzelpersonen gesucht, die sich einbringen und Charta-Gespräche durchführen. ModeratorInnen dafür werden von der Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt. Am Programm stehen außerdem Theater-Aktionen im öffentlichen Raum sowie Seminare und Workshops.

"Respekt haben die WienerInnen schon im Jahr 2012 in den 651 Charta-Gesprächen in den Mittelpunkt gestellt", erinnert sich die Integrationsstadträtin. Auch die aktuelle Kampagne der Stadt "Der Bauch sagt: Respekt ist Kopfsache!" setze hier an und rege zum Überdenken der eigenen Vorurteile an. "Genau das wollen wir ab sofort noch weiter verstärken. Respekt fällt nicht vom Himmel, sondern muss hart erarbeitet werden!"

Wiener Charta - international ausgezeichnetes Erfolgsprojekt

Insgesamt haben 325 Partnerorganisationen den Prozess im Jahr 2012 mitgetragen. Auf Basis von 47.000 Beiträgen und Unterstützungen online haben 8.500 WienerInnen in 651 Charta-Gesprächen von Angesicht zu Angesicht diskutiert und ihre Bedürfnisse, Ideen und Wünsche in den Text der Wiener Charta einfließen lassen. In Wohnhausanlagen, Parks und Betrieben haben die Gespräche zu einem besseren Klima und mehr gegenseitigem Verständnis beigetragen. Die Methode der offenen, moderierten Gespräche wird seither im Alltag vieler Partnerorganisationen eingesetzt. Am Franz-Jonas-Platz in Floridsdorf ist gerade eine "Franz-Jonas-Platz-Charta" im Entstehen.

Die Wiener Charta ist als Partizipations- und Solidaritätsprojekt europaweit bisher einzigartig und wird auf internationalen Konferenzen regelmäßig als Best practice vorgestellt. Noch während des ersten Charta-Prozesses 2012 wurde das Projekt im "State of the World's Cities Report" der UN-HABITAT als positives Beispiel der BügerInnenbetiligung hervorgehoben. Seit der Publikation der Ergebnisse gingen mit dem "Best practice certificate - European Public Sector Award" (EPSA) und dem "Prix Territoria Europe" zwei internationale Auszeichnungen an die Wiener Charta.

Alle Termine und nähere Informationen gibt es auf www.charta.wien.at

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Andreas Berger
Mediensprecher Stadträtin Sandra Frauenberger
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