VKI: Druckertinte im Nachbau – oft ein „guter“ Kompromiss

In Teilbereichen nahe am Original, Einsparung von bis zu 70 Prozent möglich

Wien (OTS/VKI) - Die Preisunterschiede bei Druckertinte sind groß, der Markt für Nachbauprodukte von Drittanbietern boomt. Gleichzeitig besteht eine gewisse Verunsicherung, denn nicht nur im Preis, auch in der Qualität gibt es teils deutliche Differenzen. Das bestätigt auch ein aktueller Test in der Juniausgabe der Zeitschrift KONSUMENT. Geprüft wurden 15 Nachbaupatronen für Drucker der Hersteller Brother, Canon, Epson und HP. Das Ergebnis: Ob sich der Griff zur Nachbautinte lohnt, hängt vor allem vom gewählten Einsatzbereich ab. Während die Druckqualität bei Drittanbietern im Großen und Ganzen tatsächlich etwas schlechter ausfällt als mit Originaltinte, kann sie in Teilbereichen (z.B. Fotoausdruck) fast ebenbürtig sein. Bei den Kosten dagegen sind Einsparungen von bis zu 70 Prozent möglich. Weitere Informationen und alle Ergebnisse im Detail ab 28. Mai im Juni-KONSUMENT sowie online unter www.konsument.at.

Original-Druckertinte kann teuer sein. Viele Anwenderinnen und Anwender suchen daher nach Alternativen und setzen auf günstigere Angebote von Drittanbietern. Von Seiten der Hersteller wird versucht, das zu verhindern, indem Patronen mit elektronischen Chips zur Identifizierung versehen werden. Zuweilen wird auch mit Garantieverlust gedroht oder es wird auf die besseren Druckergebnisse der Originaltinte verwiesen.

Tatsache ist: Den meisten Drittanbietern gelingt es, die Chip-Erkennung der Hersteller erfolgreich zu umgehen. Gleichzeitig können die Produzenten zwar die freiwillige Garantie, nicht aber die gesetzlichen Gewährleistungsrechte ausschließen. Bei der Druckqualität jedoch gibt es tatsächlich Unterschiede, hier ist die Lage komplizierter: Bei den Nachdrucktinten lieferte für den Canon-Drucker Emstar das beste Ergebnis, knapp gefolgt von den Marken Peach und Pelikan. Bei Epson erzielte Edding ein "gutes" Gesamtergebnis und bei HP schnitten sowohl Emstar, als auch Agfaphoto und Pelikan "gut" ab.

Schlecht stand es dagegen um die Brother-Nachbauten von Peach und KMP. Mehr als die Hälfte der im Handel gekauften Patronen war defekt oder wurden vom Drucker nicht erkannt. Zudem versagte KMP auch bei Canon, wobei es sich hier um ein mechanisches Problem handelte. In allen drei Fällen wurden die Produkte als "nicht zufriedenstellend" bewertet.

Generell ist bei der Wahl der passenden Druckertinte ein sorgfältiges Abwägen zwischen Qualität und Preis nötig. Die Wahl einer Nachbaupatrone bedeutet in der Regel einen Kompromiss. Wer sich darauf einlassen möchte, sollte in jedem Fall auf die Produkte etablierter Drittanbieter zurückgreifen. Ebenfalls erhältliche No-Name-Tinten sind nicht zu empfehlen. Bei Patronen, deren Herkunft unklar ist, wiegen die möglichen Probleme die erwartete Kosteneinsparung meist nicht auf.

SERVICE: Den ausführlichen Testbericht gibt es ab 28.05. in der Juniausgabe der VKI-Zeitschrift KONSUMENT und online unter www.konsument.at.

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