VP-Korosec ad Wiener Sozialbericht: Stadtregierung hat steigende Armutsgefährdung von Jugendlichen verschlafen!

Mangelnde Reformen beim Bildungssystem schlagen sich in hohen Sozialausgaben nieder

Wien (OTS) - Der Wiener Sozialbericht decke schonungslos auf, was die Wiener Sozialstadträtin seit Jahren erfolglos unter den Teppich zu kehren versuche, nämlich dass Jugendliche ohne oder bestenfalls mit Pflichtschulabschluss kaum Chancen auf einen ordentlichen Arbeitsplatz haben und daher notgedrungen in der Mindestsicherung verharren, erklärt die Sozialsprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Korosec in Replik zur heutigen Pressekonferenz.

Die präsentierten Maßnahmen zur Eindämmung des Zustroms insbesondere von unter 25-Jährigen in die Bedarfsorientierte Mindestsicherung kommen um Jahre zu spät, konstatiert die VP-Mandatarin. Zudem betreffen sie Selbstverständlichkeiten wie etwa die schrittweise Kürzung der Geldleistung auch bei Jugendlichen im Fall der Verweigerung von arbeitsmarktfördernden Maßnahmen. "Es ist eine Zumutung, dass Wien seit der Einführung der Mindestsicherung 2001 bisher auf eine effiziente Kontrolle in diesem Bereich verzichtet und lediglich bei Erwachsenen diese Schritte gesetzt hat. Hier ist eindeutig Steuergeld verschwendet worden, weil man zu feig war für schonungslose Aufdeckung von Sozialmissbrauch", ärgert sich Korosec.

Es sei insgesamt ein Armutszeugnis der Stadtregierung, was hier präsentiert worden ist. Anstatt rechtzeitig darauf zu achten, dass durch flankierende Maßnahmen im Bildungs- und Arbeitsmarktbereich viele Menschen erst gar nicht um Mindestsicherung ansuchen müssen, ist Wien den umgekehrten und damit auch den teuersten und schlechtesten Weg gegangen, nämlich zuerst die Schleusen zu öffnen und so viele Menschen wie möglich in die Sozialhilfe zu holen, um dann festzustellen, dass es bei einigen Bezieherinnen und Beziehern kaum möglich ist, sie so rasch wie möglich wieder Richtung Arbeitsmarkt zu motivieren.

"Dieses Gießkannenprinzip ist kläglich gescheitert, Frau Stadträtin. Sie haben einfach darauf vergessen die Leistungsbereitschaft in den Vordergrund zu stellen und zu signalisieren, dass wir Hilfe zur Selbsthilfe gewähren, aber keine andauernde Alimentierung durch die Allgemeinheit anstreben, die lediglich Abhängigkeiten für die Menschen schafft", so Korosec abschließend.

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