Köstinger: "Sozialisten gefährden Erfolgskonzept Schulkakao"

EU-Abgeordnete kämpft für das österreichische Schulmilchprogramm

Brüssel, 27. Mai 2015 (ÖVP-PD) Schulkinder sollen auch in Zukunft in den Genuss von Schulkakao und heimischen
Milchprodukten kommen. Dafür macht sich die Landwirtschaftssprecherin der ÖVP im EU-Parlament, Elisabeth Köstinger, stark. "Es macht mich traurig, dass die Sozialisten
auf dem Rücken von Schulkindern Politik machen und das Erfolgskonzept Schulkakao gefährden. Nicht nur kulturell,
sondern auch ernährungstechnisch ist das ein verkehrter Weg",
so Köstinger. ****

Sie fordert die SPÖ-Europaabgeordneten auf, bei der
heutigen Abstimmung im EU-Parlament gegen die Pläne der EU-
Linken zu stimmen, wonach kein Kakao, keine Fruchtmilch und
kein Fruchtjoghurt mehr an Schulen abgegeben werden solle. "85 Prozent aller in Österreich gelieferten Schulmilchprodukte
sind Kakao und Fruchtmilchprodukte. Die Pläne der Linken wären
das Ende des österreichischen Erfolgsmodells und ein Anschlag
auf unsere Esskultur", betont Köstinger.

"In der Schule wachsen unsere Jüngsten mit heimischen Milchprodukten auf. Gerade die Schulmilch ist ein Beitrag für gesundes Essen und vielleicht eine letzte Barriere vor Cola
und Schokoriegeln", ist Köstinger überzeugt. Deshalb hat Köstinger Änderungsanträge für den Erhalt von Fruchtmilch, Fruchtmolke und Schulkakao gestellt und die Sozialisten aufgefordert, diese zu unterstützen.

Das Argument, dass durch die Schulmilchförderung indirekt Großkonzerne gefördert würden, kann sie nicht nachvollziehen:
"In Österreich werden Schulmilchprodukte fast ausschließlich
von Hofmolkereien geliefert, also von Betrieben, die selbstproduzierte Milch verarbeiten", betont Köstinger. Auch
das verwendete Kakaopulver stamme beinahe zur Gänze aus zwei kleinen österreichischen Firmen, eine davon ein
Familienbetrieb.

Die Schulmilch- und Schulobstprogramme, die für die Mitgliedstaaten freiwillig sind, finanziert aktuell noch zu 75 Prozent die Europäische Union. Im Schuljahr 2013/14 wurden so
die Produkte von 79 heimischen Landwirten, Molkereien und Handelsbetriebe gefördert. Österreich hat für das Schuljahr 2015/16 bereits 2,7 Millionen Euro beantragt und zugesagt
bekommen.

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