Reimon: Ausweitung des Suchgebiets im Mittelmeer Schritt in richtige Richtung

"Beste Seenotrettung ist Öffnung legaler Einreisemöglichkeiten für Schutzsuchende."

Wien/Brüssel (OTS) - "Die Ankündigung von Frontex, anstatt in einem schmalen - nur 30 Seemeilen umfassenden - Streifen künftig in einem Gebiet von bis zu 138 Seemeilen (255 km) südlich der sizilianischen Küste nach schiffbrüchigen Flüchtlingen zu suchen, ist zumindest ein Schritt in die richtige Richtung", so Michel Reimon, EU-Abgeordneter der Grünen und Initiator der Initiative #blockthebudget, in deren Rahmen EU-ParlamentarierInnen gedroht hatten, das Budget zu blockieren, sollte die EU nicht die für das 'Triton'-Programm vorgesehenen Mittel auf das Niveau des ausgelaufenen italienischen Seenotrettungsprogramms 'Mare Nostrum' auszuweiten.

Der Ausweitung des Suchgebietes müssten aber weitere Schritte folgen, um das Massensterben im Mittelmeer zu beenden. "Die beste Seenotrettung ist ohnehin die Öffnung legaler Einreisemöglichkeiten für Schutzsuchende in die EU. Der Sommer wird zeigen, ob EU-Kommission und nationale Regierungen sich der humanitären Aufgaben der Friedensnobelpreisträgerin EU besinnen oder weiter absurde Vorhaben wie militärische Angriffe auf Flüchtlingsschiffe verfolgen. Sollte sich Frontex künftig auf die Seenotrettung konzentrieren anstelle die EU-Seegrenzen dicht zu machen, wäre eine Budgetblockade durch das EU-Parlament nicht mehr nötig", so Reimon.

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