Gudenus: Der Wiener Sozialbericht täuscht nicht über die prekären Lebensverhältnisse zahlreicher Wiener Jugendlicher hinweg

Arbeitsmarktöffnung für Asylwerber wird Situation weiter verschärfen

Wien (OTS) - Wenn SPÖ-Sozialstadträtin Wehsely bei der Präsentation des dritten Wiener Sozialberichtes große Töne spuckt und sich selbst durch die Anpassung der Mindestsicherung gerade bei Jugendlichen auf die Schultern klopft, muss ihr leider, einmal mehr, komplette Unfähigkeit in ihrem Ressort vorgeworfen werden, so der freiheitliche Klubobmann im Wiener Rathaus, Mag. Johann Gudenus.

Allein die Tatsache, dass gut 100.000 Kinder und Jugendliche in Wien bereits von Armut betroffen sind, die Jugendarbeitslosigkeit immer noch viel zu hoch ist und vier Suchende auf gerade einmal eine offene Lehrstelle kommen, macht das Versagen der rot-grünen Stadtregierung im Sozialbereich deutlich. "Anstatt rechtzeitig auf die Warnungen der Experten zu hören und es gar nicht erst soweit kommen zu lassen, präsentiert man, wenn alles zu spät ist, wieder einmal einen Bericht, der die Welt aus dem Nichts heraus zu einer besseren machen soll. Papier ist geduldig und an den wirklichen Problemen wird der Sozialbericht auch nichts ändern ", ärgert sich Gudenus über das planlose Vorgehen.

Nicht anders wird es sein, wenn ab Herbst der Arbeitsmarkt von Sozialminister Hundstorfer für Asylwerber geöffnet werden wird. Es steht außer Frage, dass sich die Jobsituation in Wien dramatisch verschärfen wird. "Ich gebe Bürgermeister Häupl den guten Rat mit auf den Weg, sich parteiintern gegen die Arbeitsmarktöffnung für Asylwerber stark zu machen. Denn die Auswirkungen dieser Arbeitsmarktöffnung werden wieder die Wienerinnen und Wiener zu spüren bekommen, wie wir es schon bei der Ostarbeitsmarktöffnung geschehen ist. Gerade die unteren Einkommen; jene Arbeitnehmer, die ohnehin schon jetzt stark benachteiligt sind, werden durch diesen Schritt massiv belastet. Ins Fäustchen werde sich nur die Industriellen Vereinigung lachen, weil durch die Arbeitsmarktöffnung dem weiteren Lohndumping Tür und Tor geöffnet wird. Die Verantwortlichen wären gut beraten, diesmal unsere Warnungen ernst zu nehmen, bevor dann der große Katzenjammer einsetzt und neue Berichte präsentiert werden müssen", sagt Gudenus. (Schluss)

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