Hundstorfer: Mindestsicherung wird weiterentwickelt – Fokus auf Jugendliche

Raschere Integration in Arbeitsmarkt, um Abhängigkeit von BMS zu verhindern

Wien (OTS/BMASK) - "Die bedarfsorientierte Mindestsicherung (BMS) soll noch wirksamer werden. Die BezieherInnen sollen durch die Mindestsicherung in schwierigen Zeiten unterstützt werden, es soll aber die Gefahr einer dauerhaften Abhängigkeit möglichst gering gehalten werden", sagte Sozialminister Rudolf Hundstorfer Mittwoch anlässlich der Präsentation des Wiener Sozialberichts. Derzeit wird mit den Bundesländern über die Weiterentwicklung der BMS verhandelt. Besonderer Fokus wird hierbei auf die Integration von Jugendlichen in den Arbeitsmarkt gelegt. "Gerade bei jungen Menschen ist es wichtig, rasch eine Perspektive zu bieten, sodass sie nicht zu Dauerbeziehern der Mindestsicherung werden. Vielmehr müssen wir den jungen Menschen eine gute Ausbildung ermöglichen, damit sie den Start ins Berufsleben schaffen. Hier stellt die geplante Ausbildungspflicht bis 18, die ab Herbst 2016 kommen wird, eine maßgebliche Verbesserung dar. Denn gerade bei den MindestsicherungsbezieherInnen ist ein geringes Qualifikationsniveau die Regel", unterstrich Hundstorfer. ****

Essenziell ist die starke Verknüpfung der Länder mit dem AMS, um den jungen MindestsicherungsbezieherInnen rasch die Angebote des AMS und Hilfe bei der Jobvermittlung anbieten zu können. Das AMS Wien hat jetzt schon den höchsten Aktivierungsgrad. Dieser soll mit der geplanten einheitlichen Anlaufstelle weiter verbessert werden. "Die Richtung, die Wien nun bei der BMS einschlagen will, kann ich unterstützen. Im Vordergrund muss immer die bestmögliche Unterstützung für junge Menschen stehen, damit sie eigenständig ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Das jetzt von der Stadt Wien forcierte Beschäftigungs- oder Ausbildungsangebot anstatt reiner Geldleistungen kann für viele Jugendliche der notwendige Impuls sein, um ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen", so Hundstorfer.

"Zu wenig genützt wird derzeit das Instrument des WiedereinsteigerInnenfreibetrages. Hier wollen wir mit den Ländern einen reformierten WiedereinsteigerInnenfreibetrag entwickeln, der verständlich für die Betroffenen und einfach für die Vollziehung ist, und einen klaren Bonus bietet, um Arbeitsanreize zu schaffen. Denn es muss sich merkbar lohnen, aus der BMS auszusteigen und einer Erwerbsarbeit nachzugehen", sagte der Minister.

In Bezug auf die Präsentation des heutigen Wiener Sozialberichtes erinnerte Sozialminister Rudolf Hundstorfer daran, dass besonders in städtischen Ballungszentren in ganz Österreich die Inanspruchnahme der Mindestsicherung eine höhere ist als in ländlichen Gebieten. Dies betrifft nicht nur Wien als Bundeshauptstadt, sondern auch die meisten Landeshauptstädte. (Schluss)

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