„Report“ am 26. Mai: Angst ums Bargeld, Spannung vor den Wahlen, Giftmülldeponie und G7-Gipfeltreffen

Wien (OTS) - Susanne Schnabl präsentiert den in HD produzierten "Report" am Dienstag, dem 26. Mai 2015, um 21.05 Uhr in ORF 2 mit folgenden Themen:

Angst ums Bargeld

Österreich ist Bargeld-Land, 89 Prozent aller Zahlungen werden mit Scheinen und Münzen getätigt - in keinem anderen EU-Land ist dieser Wert höher. Und die Idee, dass sich das ändern könnte, löst Angst und Panik aus. Renommierte Ökonomen fordern die Abschaffung des Bargelds, und in einigen EU-Staaten gibt es bereits Obergrenzen für Zahlungen mit Münzen und Scheinen. Die Bekämpfung von Betrug und Diebstahl ist das Hauptargument der Bargeldgegner, und technische Innovationen erleichtern die bargeldlose Zahlungsweise. Doch wie realistisch ist das Szenario einer bargeldlosen Gesellschaft? Welche Vorteile hätte es und welche Probleme wären damit verbunden? Und wie "gläsern" wäre der Mensch, wenn jede einzelne seiner Transaktionen nachvollziehbar wird? Johannes Ruprecht und Jakob Horvat berichten.

Live zu Gast im Studio ist Prof. Eduard Brandstätter, Wirtschaftspsychologe an der Universität Linz.

Spannung vor den Wahlen

Insgesamt 1,2 Millionen Wählerinnen und Wähler in der Steiermark und im Burgenland wählen am 31. Mai neue Landtage. Zwei Wahlen, die nicht ohne Einfluss auf die Bundespolitik bleiben dürften. In der Steiermark steht die oft als Vorbild gepriesene Reformpartnerschaft von SPÖ und ÖVP auf dem Prüfstand. Rechtzeitig vor der Wahl kommt es in der Volkspartei zu Spannungen zwischen Graz und Wien um die geplante De-facto-Abschaffung des Bankgeheimnisses. Im Burgenland flirtet unterdessen die SPÖ mit den Freiheitlichen und bringt damit die Bundespartei in Erklärungsnot. Ein Bericht von Alexander Sattmann.

Die Gift-Deponie

Die gefährlichste Giftmülldeponie Österreichs liegt im Kärntner Ort Brückl. Die Verbrennung des dort lagernden Blaukalks hat den HCB-Skandal im Görtschitztal ausgelöst, der vor genau sechs Monaten aufgedeckt wurde. Die Blaukalkverbrennung ist zwar seither gestoppt, doch die giftigen Substanzen aus Brückl werden auch die Zukunft des Tals bestimmen. Was passiert mit dem Wietersdorfer Zementwerk, dem größten Arbeitgeber des Tals? Soll oder darf das Werk in Zukunft wieder den gefürchteten Blaukalk verbrennen? Und was sonst könnte mit der gefährlichen Altlast geschehen? Die aktuellen Umweltwerte im Görtschitztal sind wieder normal, die Bevölkerung ist dennoch entnervt, wirtschaftlich schwer angeschlagen und in Sorge um die Gesundheit. Ein Lokalaugenschein von Martina Schmidt.

Stürmische Zeiten vor dem Gipfeltreffen

In zwei Wochen treffen die Staats- und Regierungschef der G7 auf Schloss Elmau in Bayern unweit der Grenze zu Österreich zusammen. Damit wird der kleine Ort im Wettersteingebirge für einige Tage zur Hochsicherheitszone, hermetisch abgeschirmt von einem meterhohen Stahlzaun. Tirol soll mit 2.000 Polizisten die grüne Grenze absichern, in Bayern werden 17.000 Polizisten, Scharfschützen und Antiterrorspezialisten aufmarschieren. Gipfeltreffen dieser Art waren bisher immer von Demonstrationen und schweren Auseinandersetzungen begleitet, die Gegner machen auch diesmal mobil und rechnen mit 10.000 Demonstranten. In den Orten rund um Schloss Elmau geht die Angst vor Zerstörung und Randalen um. Die Kosten von 130 Millionen für das eineinhalbtägige Tagen sind enorm. Ernst Johann Schwarz berichtet über die Unruhe vor dem Sturm des Großereignisses.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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