ORF III am Pfingstwochenende: Österreichischer Film-Tag, Sommernachtskonzert Schönbrunn, 650 Jahre Universität Wien

Außerdem: Mehta-Porträt, Sonderprogramm mit u. a. Bischof Kräutler in „Das ganze Interview“ und „Lumpazivagabundus“

Wien (OTS) - Wenn am Samstag, dem 23. Mai 2015, Österreich dem 60. "Eurovision Song Contest" entgegenfiebert (Live-Übertragung ab 21.00 Uhr in ORF eins), präsentiert ORF III Kultur und Information ein hochkarätiges Kontrastprogramm in Rot-Weiß-Rot: Ab 9.00 Uhr bis spät nachts führt ein "ORF-III-Spezial" durch die Rolle Österreichs im Film und verspricht Wiedersehen mit zahlreichen Publikumslieblingen in Produktionen wie: "Der ewige Dienstmann - Hans Moser im Porträt" (9.00 Uhr), "Franz Antel - Meister der Unterhaltung" (9.55 Uhr), "1. April 2000" (10.45 Uhr), "The Sound of Music - Meine Lieder, meine Träume" (12.20 Uhr), "Das haut hin" (15.10 Uhr), "Mädchenjahre einer Königin" (16.45 Uhr), "Der Hofrat Geiger" (18.40 Uhr), "Hallo, Dienstmann" (20.15 Uhr), "Im Weißen Rössl" (21.55 Uhr) und "Der Herr Karl" (23.40 Uhr).

Am Pfingstsonntag, dem 24. Mai, bietet ORF III ein dichtes Kulturprogramm. Bereits um 6.25 Uhr thematisiert Frater Clemens im Stift Altenburg für eine Ausgabe von "Cultus - der Feiertag im Kirchenjahr", was zu Pfingsten gefeiert wird.
Um 9.00 Uhr startet die sechsteilige Gesprächsreihe "Viel MEHR. wesentlich WENIGER", in der Ordensleute mit bekannten Persönlichkeiten über notwendige Haltungen und Initiativen in der lokalen und globalen Welt diskutieren. Den Auftakt macht Abtpräses Christian Haidinger vom Benediktinerstift Altenburg, Vorsitzender der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften Österreich, und der Waldviertler "Schuhrebell" Heini Staudinger. Um 10.05 Uhr treffen dann Sr. Beatrix Mayrhofer, Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden Österreichs, aus der Ordensgemeinschaft der Schulschwestern und Schriftsteller Alfred Komarek aufeinander.
In einer neuen Ausgabe von "Das ganze Interview" ist um 16.50 Uhr "Christoph Riedl-Daser im Gespräch mit Bischof Erwin Kräutler", der vor 50 Jahren nach Brasilien ging, um als Priester zu wirken. Seit 1981 ist er Bischof der Diözese Xingu. Über seinen Einsatz Seite an Seite mit indigenen Bewohnern des Regenwaldes im Kampf um ihre Rechte und sein Leben zwischen Brasilien und Österreich spricht er mit ORF-Religionsjournalist Christoph Riedl-Daser.
Zur Einstimmung auf die Übertragung des "Sommernachtskonzerts der Wiener Philharmoniker" um 20.15 Uhr zeigt "Erlebnis Bühne" um 19.25 Uhr das Porträt "Zubin Mehta - Partitur eines Lebens". Bereits zum dritten Mal leitet der indische Stardirigent heuer die Wiener Philharmoniker bei ihrem traditionellen Auftritt in Schönbrunn. Im Rahmen des diesjährigen Konzerts würdigte das Orchester den musikalischen Jahresregenten Jean Sibelius zum 150. Geburtstag mit der Interpretation seiner berühmten sinfonischen Dichtung "Finlandia". Zum ersten Mal in Schönbrunn trat außerdem der seit Jahrzehnten auf allen internationalen Bühnen gefeierte österreichische Pianist Rudolf Buchbinder als Solist auf.
Um 21.55 Uhr präsentiert schließlich Schauspielerin Mercedes Echerer im Rahmen der Reihe "70 Jahre Film in Rot-Weiß-Rot" Franz Antels Adaption von Johann Nestroys "Lumpazivagabundus" aus dem Jahr 1956. Paul Hörbiger, Gunther Philipp und Joachim Fuchsberger geraten als Handwerksgesellen in eine folgenschwere Wette mit dem Geist Lumpazivagabundus (Günther Lüders) und der Glücksfee Fortuna (Jane Tilden). Zu sehen sind auch Fritz Muliar, Hans Moser und Waltraut Haas.

Zum 650. Jubiläum der Universität Wien gestaltet ORF III am Pfingstmontag, dem 25. Mai, einen fünfteiligen Themenabend über die am 12. März 1365 als erste Universität im deutschen Sprachraum von Rudolf IV. dem Stifter gegründete Alma Mater Rudolphina. Die tragende Rolle der Wiener Universität und ihrer Abgänger beleuchten die ORF-Produktionen "Unsere Uni Wien - prominente Absolventen erzählen" (20.15 Uhr) und "Geistesblitze - 650 Jahre Universität Wien" (21.05 Uhr), die ORF-III-Eigenproduktion "Der Wiener Kreis" (21.55 Uhr), die ORF-Koproduktion "Vertriebene Intelligenz: Martin Karplus" (22.30 Uhr) sowie "Frauen Fragmente - Wissenschafterinnen Gestern Heute Morgen" (23.15 Uhr). Am Vormittag zeigt ORF III außerdem zwei weitere Folgen der Reihe "Viel MEHR. Wesentlich WENIGER": So diskutieren um 9.00 Uhr Sr. Joanna Jimin Lee, Konzertpianistin und Missionarin Christi, Sr. Cordis Feuerstein, Generalsekretärin der Frauenorden in Österreich, und Toni Knittel, Musiker von Bluatschink, an verschiedenen Plätzen "am Lech entlang". Über mehr Rhythmus im Leben sprechen schließlich um 10.05 Uhr Pater Erhard Rauch, Generalsekretär der Superiorenkonferenz der männlichen Orden, Pater Bernhard Eckerstorfer, (Jugend-)Seelsorger und Lehrer am Stift Kremsmünster, und Prof. Dr. Rotraud Perner, Psychoanalytikerin, Juristin und evangelische Theologin. Die finalen beiden Teile der Reihe sind am Dienstag, dem 26. Mai, um 11.05 Uhr und um 12.10 Uhr zu sehen.

Mehr Details zu "Österreich im Film" am Samstag, dem 23. Mai:

Den Auftakt des großen Tags des österreichischen Films macht um 9.00 Uhr "Der ewige Dienstmann - Hans Moser im Porträt", in dem Wolfgang Liemberger die Lebensgeschichte des einzigartigen Menschendarstellers und Wiener Volksschauspielers nachzeichnet.
Hinter Hans Mosers Erfolg mit "Hallo, Dienstmann" (zu sehen um 20.15 Uhr in ORF III) steckt einer der erfolgreichsten Filmregisseure des deutschen Sprachraums. "Franz Antel - Meister der Unterhaltung" (9.55 Uhr) blickt auf das Werk eines der aktivsten Filmschaffenden des 20. Jahrhunderts, der sich mit Filmen wie "Spionage" mit Oskar Werner oder dem "Bockerer" (1981) einen Fixplatz in jeder österreichischen Filmanthologie sicherte. Karl Merkatz - der legendäre "Bockerer" in den Antel-Filmen - führt durch die verschiedenen Stationen im Leben der österreichischen Filmlegende.
Den Anfang der Spielfilmreihe macht Wolfgang Liebeneiners "1. April 2000" (10.45 Uhr) aus dem Jahr 1952, in dem im Jahr 2000 ein neuer österreichischer Ministerpräsident mit seiner Antrittsrede die vier Hochkommissare der Alliierten entsetzt. Zu sehen sind Hilde Krahl, Josef Meinrad und Waltraut Haas.
Um 12.20 Uhr folgt mit "The Sound of Music - Meine Lieder, meine Träume" von Regisseur Robert Wise ein Film, der Österreichs Außenwahrnehmung prägte wie kein anderer. Die US-Produktion aus dem Jahr 1965 basiert auf dem Musical von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein. Mit Musikbegeisterung gegen Weltwirtschaftskrise und Nationalsozialismus singen u. a. Julie Andrews, Christopher Plummer, Eleanor Parker, Richard Haydn und Peggy Wood an.
In Geza von Cziffras Musikfilm "Das haut hin" (15.10 Uhr) aus dem Jahr 1957 zeigt ein kongenialer Peter Alexander als Zoologiestudent wider Willen nicht die gewünschte studentische Motivation. Als verzweifelter Hausdiener zu sehen ist außerdem Gunther Philipp.
Um 16.45 Uhr setzt sich Romy Schneider als junge Königin Viktoria von England in Ernst Marischkas "Mädchenjahre einer Königin" aus dem Jahr 1957 gegen die Heiratspolitik ihre Höflinge durch. Zu sehen sind weiters u. a. Adrian Hoven, Magda Schneider, Karl Ludwig Diehl und Paul Hörbiger.
In Hans Wolffs "Der Hofrat Geiger" (18.40 Uhr) von 1947 führen alte Akten den pensionierten Beamten (Hans Moser) zu seiner Jugendliebe in die Wachau und zur gemeinsamen Tochter. Zu sehen sind auch Paul Hörbiger, Maria Andergast, Waltraut Haas und Louis Soldan. Musikalisch wird es im Hauptabend: Um 20.15 Uhr nimmt in Franz Antels legendärer Verwechslungskomödie "Hallo, Dienstmann" (20.15) Musikprofessor Godai (Paul Hörbiger) die Identität des wirklichen Dienstmanns (Hans Moser) an und kommt so seiner neuen Kollegin (Maria Andergast) näher.
Für Ohrwürmer sorgt auch Werner Jacobs Operettenverfilmung "Im Weißen Rössl" (21.55 Uhr) aus dem Jahr 1960. Peter Alexander versucht in seiner bekanntesten Rolle als Oberkellner Leopold mit allen Mitteln das Herz von Wirtin Josepha (Waltraut Haas) zu gewinnen. Mit dabei sind auch Adrian Hoven, Gunther Philipp und Karin Dor.
Den Abschluss des rot-weiß-roten Filmreigens macht schließlich in Erich Neubergs "Der Herr Karl" (23.40 Uhr) aus dem Jahr 1961 die wohl einprägsamste Figur der österreichischen Nachkriegszeit. Helmut Qualtinger enthüllt in seiner Lebensrolle in einem Monolog auf sarkastische Weise das Denken, Lavieren und Faulenzen eines Wieners, der es geschickt verstanden hat, überall mitzulaufen und doch den Kopf aus der Schlinge zu ziehen.

Weitere Details zum Themenmontag anlässlich 650 Jahre Uni Wien am 25. Mai:

Zahlreiche bekannte Biografien sind eng mit der Wiener Universität verbunden. In "Unsere Uni Wien - prominente Absolventen erzählen" (20.15 Uhr) lässt Regisseurin Karin Schiller erfolgreiche Menschen aus allen Disziplinen auf ihre Wiener Studienzeit zurückblicken. Günter Mayr beleuchtet danach in der Dokumentation "Geistesblitze -650 Jahre Universität Wien" (21.05 Uhr) die Rolle der mit 92.000 inskribierten Studierenden größten österreichischen Hochschule für die Gesellschaft. Ihre Geschichte verknüpft sich mit dem jahrhundertelangen Kampf um die Freiheit von Forschung und Lehre und die Demokratisierung von Bildung. Außerdem wird die Frage nach der Relevanz von Wissenschaft, ihrem gesellschaftlichen Mehrwert, aber auch ihrer moralischen Verantwortung gestellt.
Die ORF-III-Eigenproduktion "Der Wiener Kreis" (21.55 Uhr) geht danach dem Wirken des weltberühmten Wiener Kreises nach, der in den Zwischenkriegsjahren in enger Wechselwirkung mit Einstein, Wittgenstein, und Russell das moderne Weltbild prägte. Der Kreis fand jedoch mit der brutalen Ermordung ihres Leiters Professor Schlick im Nationalsozialismus sein Ende. Die dramatische Geschichte des Wiener Kreises wird im Mai 2015 in einer großen Ausstellung der Universität Wien gezeigt.
Auch Chemie-Nobelpreisträger Martin Karplus musste 1938 mit seiner Familie Wien verlassen. Das Porträt "Vertriebene Intelligenz: Martin Karplus" (22.30 Uhr) geht als erste umfassende Darstellung seinem Leben und Forschen nach. Die Koryphäe der Grundlagenforschung zählt heute weltweit zu den gefragtesten Experten und Vortragenden (Harvard und Louis-Pasteur-Institut).
Die Dokumentation "Frauen Fragmente - Wissenschafterinnen Gestern Heute Morgen" (23.15 Uhr) zeigt schließlich das Wirken von Frauen an der Universität Wien als Lehrende und Studierende. In Interviews schildern Professorinnen ihren Weg durch eine Institution, die stark von Geschlechterbildern geprägt war.

ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) stellt alle ORF-III-Sendungen, für die entsprechende Lizenzrechte vorhanden sind, als Live-Stream und als Video-on-Demand bereit.

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