FPÖ-Karlsböck: ÖH-Zwangsmitgliedschaft hat jegliche Legitimität verloren

Wien (OTS) - Der freiheitliche Wissenschaftssprecher und Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses, NAbg. Dr. Andreas F. Karlsböck, fordert angesichts der beschämend niedrigen Wahlbeteiligung an den Hochschülerschaftswahlen und den teilweise absurden Ergebnissen ein sofortiges Ende der ÖH-Zwangsmitgliedschaft.

"Weniger als ein Viertel der Studierenden hat sich im Schnitt an der Wahl beteiligt, was im Umkehrschluss bedeut, dass mehr als drei von vier Studierenden das Vertrauen in ihre Standesvertretung verloren haben", betont Karlsböck. An der größten Hochschule des Landes, der Uni Wien, sei die Beteiligung mit 21,7 Prozent sogar noch darunter gelegen. An den Privatuniversitäten hätten weit unter zehn Prozent der Studierenden zu den Wahlurnen gefunden, was zu teilweise absurden Ergebnissen geführt habe. "Bei einer Beteiligung von fünf Prozent (!) haben Fraktionen mit fünf Stimmen die Mandatsmehrheit erlangt. Die Wahlbeteiligung an der Donau-Uni Krems von 0,54 Prozent hat endgültig die Grenze zum Makabren überschritten - nur jeder 200. (!) Studierende hat dort die Wahl für sinnvoll erachtet", so Karlsböck.

Damit erweise sich die von den Freiheitlichen stets geforderte Abschaffung der anachronistischen Zwangsmitgliedschaft endgültig als überfällig, so Karlsböck. Darüber hinaus zeige sich, dass die jüngste Einbeziehung der Privatunis in das System der Zwangsbeglückung ein Schritt in die völlig falsche Richtung gewesen und kläglich gescheitert sei. Nur die freiwillige Zugehörigkeit zu einem "Studentenparlament" werde mittelfristig zur Berücksichtigung der wahren hochschulpolitischen Anliegen aller ernsthaft Studierenden führen, ist der FPÖ-Wissenschaftssprecher überzeugt. Karlsböck nannte in diesem Zusammenhang die beiden konkurrierenden Autofahrerklubs ARBÖ und ÖAMTC, die sich im rauen Wettbewerb erfolgreich durchsetzten und weithin breite Akzeptanz fänden.

"Mit dem Ende der Zwangsmitgliedschaft wäre endlich Schluss mit der Verschwendung von Zwangsmitgliedsbeiträgen für linke Agitation und fragwürdige Projekte", so Karlsböck. Der Wählerschwund beweise deutlich, dass eine satte Mehrheit der Studierenden keinerlei Verständnis für das verstörende Minderheitenprogramm der real existierenden ÖH aufbringe und sich eine Rückbesinnung auf hochschulpolitische Kernanliegen und eine am Servicegedanken orientierte Vertretung wünsche.

Angesichts der unerfreulichen Entwicklung freut sich der FPÖ-Wissenschaftssprecher über das erfolgreiche Abschneiden der freiheitlichen Studentenvertreter und gratuliert dem RFS zum Erreichen des Bundesmandats, zum Aufstieg zur stärksten Kraft an der Theresianischen Militärakademie Wiener Neustadt und zum Zugewinn eines Mandats an der Montanuniversität Leoben, was mit der Überholung des VSStÖ und der Etablierung als zweitstärkste Fraktion verbunden ist.

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