Von Gimborn: Kinderbetreuungsgeld an Impfwilligkeit binden

Panikmache gegen Impfungen beruht auf einer unwissenschaftlichen, unethischen Studie

St. Pölten (OTS) - Die Landtagsabgeordnete des Team Stronach für NÖ, Dr. Gabriele Von Gimborn, widmete sich in ihrer heutigen Landtagsrede der Panikmache rund um behaupteten Gesundheitsschäden durch Impfungen. "Kaum etwas hat den medizinischen Fortschritt im 20. Jahrhundert derart mitgeprägt wie Impfungen. Es ist daher verwunderlich, dass es noch immer Menschen gibt, die Impfungen grundsätzlich ablehnen. Nur der Zugang zu sauberem Wasser hat global gesehen im vergangenen Jahrhundert einen größeren Einfluss im Kampf gegen Infektionskrankheiten gehabt", sagte Von Gimborn.

Der Auslöser für die Panikmache der Impfgegner war ein Chirurg, der mit einer fragwürdigen, völlig unwissenschaftlich erstellten Studie einen Zusammenhang zwischen Impfung und einer Darmerkrankung bei autistischen Kindern herstellen wollte. Heute muss sich dieser Arzt von der britischen Ärztekammer "unethische Forschungsmethoden" und einen "gefühllosen" Umgang mit Kindern vorwerfen lassen.

USA hatte 58 Masernfälle im Jahr 2014 - Österreich heuer schon 175

Wie wichtig und erfolgreich Impfungen sind, zeigen die Impfungen gegen Masern. In den USA gibt es dazu die weltweit höchste Durchimpfungsrate und im Jahr 2014 bei 310 Millionen Einwohner 58 Masernerkrankungen. Österreich mit seinen 8 Millionen Einwohnern hatte alleine heuer von 1. Jänner bis 28. April 175 gemeldete Masernfälle. "Masern sind alles andere als eine harmlose Kinderkrankheit", warnt Von Gimborn und verweist darauf, dass bei Masern Komplikationen in 20% der Fälle vorkommen, bis hin zu Gehirnhautentzündungen, Lungenentzündung, auch zu bleibenden Schäden - und in Folge der Gehirnhautentzündungen sogar 20% der Erkrankungen tödlich enden.

Von Gimborn: "Natürlich können wir darüber diskutieren, ob man eine Impfpflicht einführen sollte, aber ich denke, viel wichtiger und nachhaltiger wäre es die Bevölkerung über die Sinnhaftigkeit aller Impfungen aufzuklären. Daher muss es das Ziel sein, Impfskeptikern Daten und Fakten zu liefern, auf deren Basis sie sich für die Impfungen entscheiden können."

Von Gimborn schlägt vor, die Möglichkeit anzudenken, das Kinderbetreuungsgeld an Impfungen zu binden. Damit bleibt jedem Bürger und Bürgerin die Entscheidungsfreiheit, ob sie ihr Kind impfen lassen oder nicht, sagt die Landtagsabgeordnete des Team Stronach für NÖ in der heutigen Landtagssitzung zum Tagesordnungspunkt Maßnahmen zur Verbesserung der Impfbereitschaft".

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