Asyl – Stronach/Nachbaur: Europa muss Hilfe zur Selbsthilfe gewähren

„Setzen Sie die Asylpolitik genauso diszipliniert und konsequent um, wie Ihre Steuerpolitik!“

Wien (OTS) - "Europa muss Hilfe zur Selbsthilfe gewähren. Nur durch die klare Botschaft, dass es sinnlos ist, auf die eiskalten Schlepper hereinzufallen, wird es gelingen, den Migrationsstrom zum Versiegen zu bringen", erklärte Team Stronach Mandatarin Kathrin Nachbaur in ihrem Debattenbeitrag. "Die einzige Lösung der Flüchtlingsproblematik besteht darin, humanitäre Infrastrukturen im Umfeld der Konfliktherde aufzubauen, und mit den betroffenen Ländern in Handelsbeziehungen zu treten. Ziel muss die Rettung der wirklich Verfolgten vor Ort sein, sowie Hilfe zur Selbsthilfe", mahnte Nachbaur.

Die langen riskanten Reisen der Flüchtlinge kosten viele tausend Euro - eine Summe, die ein Durchschnittsafrikaner nie im Leben aufbringen kann. "Es sind daher ohnehin meist die Eliten und die Gutvernetzten, die es irgendwie schaffen, so viel Geld zusammenzukratzen. Gerade sie und ihr Geld fehlen aber beim Aufbau des eigenen Landes", machte Nachbaur aufmerksam. Sie erinnerte, dass etwa in Großbritannien schon jetzt mehr Ärzte aus Ghana arbeiten, als in Ghana selbst. Nachbaur:
"Die stärksten und mutigsten jungen Afrikaner wollen weg und schaffen es manchmal, wodurch die Herkunftsländer weiter geschwächt werden."

Man müsse sich aber auch die Zahlen der Flüchtlingsströme ansehen. Nachbaur: "In Europa leben rund 800 Millionen Menschen und laut EU Präsident Schulz streben rund 500 Millionen Afrikaner an, nach Europa zu kommen!" Angesichts dieser Dimensionen gelte: "Wer dem moralischen Größenwahn erliegt, allen Armen Zuflucht zu gewähren, zerstört seine eigenen Lebensgrundlagen."

Die Einwanderung der besten Köpfe aus aller Herren Länder, die Österreich wirtschaftlich voran bringen, sei zu befürworten, so Nachbaur. Dies gelte auch für die Einhaltung der Genfer Flüchtlingskonvention, "wo Österreich den Ärmsten der Armen Asyl gewährt". Aber der zunehmende Migrationssturm auf Europa aus zumeist wirtschaftlichen Motiven könne nicht erfolgreich ökonomisch und sozial integriert werden, warnte Nachbaur. Und weiter: "Die Aufnahme zu vieler Menschen wird den sozialen Frieden in Europa zerstören."

Die einzige Lösung ist laut Nachbaur, "humanitäre Infrastrukturen im Umfeld der Konfliktherde aufzubauen und mit den betroffenen Ländern in Handelsbeziehungen zu treten." Es sei Aufgabe der österreichischen Bundesregierung zu schauen, "dass die richtigen Personen Asyl bekommen, nämlich Menschen, die aufgrund ihrer Rasse, ihrer Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder aufgrund ihrer politischen Überzeugung verfolgt werden".

Für Nachbaur ist es aber auch Aufgabe der österreichischen Bundesregierung zu schauen, "dass die Rechtsordnung durchgesetzt wird. Dass Personen, die nicht entsprechen, zügig abgeschoben werden. Und selbstverständlich, dass die Bevölkerung mit ihren Ängsten ernst genommen wird." Von der Regierung verlangte Nachbaur: "Setzen Sie die Asylpolitik genauso diszipliniert und konsequent um, wie Ihre Steuerpolitik!"

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