Samariterbund fordert anlässlich des heutigen Asyl-Gipfels Umdenken in der Flüchtlingspolitik

Schnabl: Als eines der reichsten Länder der Welt müssen wir Verantwortung übernehmen

Wien (OTS) - Anlässlich des heutigen Asyl-Gipfels fordert der Samariterbund erneut ein Umdenken in der Flüchtlingspolitik und mehr Mittel für die Integration von Flüchtlingen. "Wir müssen jetzt gemeinsam handeln! Als eines der reichsten Länder der Welt dürfen wir nicht länger tatenlos zusehen, wie Menschen, die vor Krieg und Terror flüchten mussten, derzeit behandelt werden", erklärt Franz Schnabl, Präsident des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs. "Zumindest wetterbeständige Container statt im Schlamm versinkender Zelte müssen den Flüchtlingen zur Verfügung gestellt werden", erklärt Schnabl.

Seit Jahren fordern der Samariterbund und andere NGOs eine schnellere Bearbeitung von Asylanträgen und höhere Tagsätze für Flüchtlinge. "Mit 19 Euro pro Tag und Flüchtling ist eine adäquate Unterbringung und Verpflegung in aller Regel nicht möglich", hält Schnabl fest. Darüber hinaus sollten für politisch verfolgte Flüchtlinge aus Krisenregionen legale Einreisemöglichkeiten geschaffen werden, um dem Schlepperunwesen ein Ende zu bereiten. Hier ist die europäische Union gefordert. Erst vor zwei Tagen hat ASBÖ-Bundesgeschäftsführer Reinhard Hundsmüller eine 7-Punkte-Forderung an EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini und an den Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, überreicht. "Am Wichtigsten ist es jetzt, sich in Österreich rasch auf einen gerechten Verteilungsschlüssel und faire und schnelle Asylverfahren zu verständigen und diese Maßnahmen auch umzusetzen. Wir als Samariterbund sind bereit weitere Flüchtlinge zu betreuen", so Schnabl.

Der Samariterbund übernimmt schon derzeit mit acht Flüchtlingseinrichtungen Verantwortung. "Bis zur Aufnahme der Flüchtlinge in unseren Einrichtungen haben die Menschen auf der Flucht bereits Unvorstellbares erlebt. Sie brauchen unsere Hilfe", erklärt Schnabl. "Raschere Asylverfahren sind daher wichtig; besonders für die Altersgruppe zwischen 14 und 18 Jahren, für die es in Österreich noch besonders wenig Unterbringungs- und Betreuungseinrichtungen gibt. Das ist nicht nur im Sinne der Flüchtlinge, sondern im Interesse unserer gesamten Gesellschaft", so Schnabl abschließend.

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