Gewerbe: Preismonitor spiegelt angespannte Kostensituation bei Handwerksbetrieben wider

Branchenweise schwierige Situation mit oft nur geringer Kostendeckung gegeben – Österreich mit höchstem Anstieg der Arbeitskosten

Wien (OTS) - "Der zuletzt publizierte Preisvergleich von ausgesuchten Handwerksbetrieben in Wien zeigt einmal mehr: Wir haben es stark mir einer angespannten Kostensituation zu tun. Lohnnebenkosten, bürokratische Belastungen und ´Zusatzhürden´ wie sie in Wien durch eine schwierige Anfahrts- und Parkplatzsituation bestehen, müssen in die Kalkulation mit einbezogen werden", betonten heute, Donnerstag, unisono die Bundesinnungsmeister der Metalltechniker, der Elektrotechniker und der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker KommR Harald Schinnerl, Techn.Rat Ing. Josef Witke und KommR Ing. Michael Mattes in Reaktion auf den am Dienstag veröffentlichten Preismonitor der Arbeiterkammer.

Gewerbe- und Handwerksbetriebe - gerade in den Branchen Elektrik, Installationen, Schlosser & Co - sind Klein - und Kleinstbetriebe, die in einem starken Wettbewerb stehen. Dass sich die Erhöhung einer Elektriker- bzw. Installateurstunde mit 10 bzw. 11 Prozent innerhalb von 4 Jahren nahe an der Erhöhung des VPI von knapp 8 Prozent bewegt, zeige, dass hier die Kostendeckung und nicht der Profit im Vordergrund stehe. Denn allein zwischen 2008 und 2013 stiegen in Österreich die Arbeitskosten um 18,9 Prozent, so die Branchenvertreter. Hinzu komme, dass es in den genannten Branchen in den letzten Jahren enorme technologische Weiterentwicklungen gegeben hat, was aufwändige Schulungen von Mitarbeitern sowie die Anschaffung teurer Messgeräte und Spezialwerkzeuge mit sich bringe. Der immer größer werdende Umfang an europäischen Vorschriften und Normen führt ebenso zu hohem Zusatzaufwand , der nicht von den Betrieben verursacht wird, aber in die ordentliche Kalkulation einbezogen werden muss. Falsch kalkulierende Unternehmen sind oft bald nicht mehr am Markt, wobei die Kunden mit ihren Gewährleistungsansprüchen oder Service- und Wartungsverträgen und damit Kundenzufriedenheit oder im schlimmsten Fall auch die Sicherheit von Leib und Leben auf der Strecke bleiben.

Wonach von Seiten der AK nicht gefragt wurde, ist die Kundenzufriedenheit nach erledigtem Auftrag. Dies gelte es in eine Bewertung miteinzubeziehen. (PWK367/us)

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