Höfinger: Österreich hat seine Chance genutzt – Alternative Energiequellen statt AKW

ÖVP-Umweltsprecher in der Nationalratsdebatte zu Umweltthemen

Wien (OTS/ÖVP-PK) - In der heutigen Sitzung des Nationalrates stand der Vormittag im Zeichen des Umweltschutzes. ÖVP-Umweltsprecher Abg. Johann Höfinger ergriff in diesen Debatten zwei Mal das Wort. Vorerst bekräftigte Höfinger anlässlich der Jahrestage der Atom-Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima die österreichische Anti-Atom-Haltung. "Österreich hat seine Chance genutzt und schon vor vielen Jahren Nein zur Atomkraft gesagt. Wir wollen und müssen weiter über die Landesgrenzen hinweg gegen die Nutzung von Atomkraft eintreten, das sind wir unseren Kindern schuldig", so Höfinger.

"Leider bewegen oftmals erst Katastrophen die Menschen zum Umdenken", fuhr Höfinger fort und erinnerte an Tschernobyl im Jahr 1986 und Fukushima im Jahr 2011. "Hunderttausende Menschen kamen zu Schaden, ganze Landstriche wurden entvölkert, die Folgewirkungen dauern an", warnt Höfinger vor der Nutzung der Atomkraft - "es reicht ein einziger Unfall. Und auch die Frage der Endlagerung ist Anlass zur Sorge."

Der ÖVP-Umweltsprecher verwies darauf, dass es mit Sonne, Wind, Wasserkraft und nachwachsenden Rohstoffe ausreichende alternative Energiequellen gebe, "mit denen wir die Energieversorgung alternativ und nachhaltig sichern können." In diesem Sinne müsse Österreich die Allianzen vorantreiben, auch andere Länder - Beispiel Großbritannien - zum Ausstieg aus der Atomkraft zu bewegen.

Vier-Parteien-Entschließungsantrag gegen Umweltverschmutzung durch Mikroplastik

"Auch in Österreich wird das Thema "Plastikkunststoffe in Gewässer" zum Problem. Mikropartikel bringen Belastungen für unsere Gewässer, ein Großteil der Belastungen wird durch weggeworfenes Plastik verursacht und birgt die Gefahr, in die Nahrungskette zu gelangen", so Höfinger dann in der Debatte zur Umweltverschmutzung durch Mikroplastik. "Flüsse machen nicht an nationalen Grenzen halt, Plastikpartikel in den Flüssen auch nicht. Wenn es um die Identifizierung der Verschmutzungsquellen, um einheitliche Messmethoden in Gewässern und um europaweit vergleichbare Daten geht, bedarf es eines einheitlichen Vorgehens aller EU-Mitgliedstaaten." Bundesminister Rupprechter habe bereits Maßnahmen gesetzt, hob Höfinger das Zehn-Punkte-Maßnahmenprogramm zum Schutz unserer Gewässer hervor.

In einem gemeinsamen Entschließungsantrag von ÖVP, SPÖ, Neos und Team Stronach wird die Bundesregierung, insbesondere der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft zudem aufgefordert,

  • die Europäische Kommission zur Erarbeitung einer rechtlich verbindlichen Definition von Mikroplastik bis Ende 2015 aufzufordern,
  • sich auf Europäischer Ebene für konkrete und verbindliche Maßnahmen gegen die fortschreitende Verschmutzung von Gewässern mit sekundärem Mikroplastik einzusetzen,
  • sowie sich auf Europäischer Ebene für die Erarbeitung konkreter Initiativen, insbesondere konkreter verbindlicher Maßnahmen zur Eliminierung der Verschmutzung durch Mikroplastikpartikel in Verbraucherprodukten (wie zum Beispiel aus Kosmetika), welche nach regulärer Nutzung in das Abwassersystem eingeleitet werden, einzusetzen. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0002