ORF und Partner starteten heute transmediale Suche #kunstjagd

Die Suche nach einem verschollenen Gemälde über Mediengrenzen hinweg

Wien (OTS) - Ein vor 77 Jahren verschollenes Gemälde, dem mehr als 30 Menschen ihr Leben verdanken. Eine Familie, deren Existenz von einem Bild gerettet wurde - und dieses nun vermisst. Eine Suche, deren Ende völlig offen ist. Ein Rätsel, das über Mediengenres hinweg gelöst werden soll. Das ist die #kunstjagd, ein transmediales Projekt, das als Koproduktion von Follow the Money und gebrueder beetz filmproduktion mit den Medienpartnern ORF, BR und SRF, Deutschlandradio Kultur sowie "Der Standard", "Süddeutsche Zeitung" und "Rheinische Post" realisiert wird. Heute, am 21. Mai 2015, geht’s los.

Die Geschichte

Wenn die Familie Engelberg sich heute bei Großvater Edward in Portland, Oregon, versammelt, dann sitzen sie zusammen im Wohnzimmer und blicken auf das Gemälde, das sie nur "unsere Mona Lisa" nennen. Es zeigt das Porträt einer Frau, die ein Buch hält. Eigentlich müssten dort zwei Gemälde aus derselben Serie hängen. Das zweite eine leichte Variation des ersten. Aber das zweite Gemälde ist nicht mehr im Besitz der Familie. Dieses ist der Grund, dass sie überhaupt am Leben sind, die vier Generationen der Engelbergs, mehr als 30 Menschen.

München, 1938: Am Morgen nach der Reichspogromnacht kommt die Gestapo, um den jüdischen Kaufmann Jakob Engelberg zu verhaften. Die Beamten verschleppen ihn ins KZ Dachau. Zwei Wochen nach der Verhaftung ihres Mannes nimmt Paula Engelberg eines der beiden Gemälde von der Wand und verlässt die Wohnung. Am selben Tag kommt sie mit einem Visum für die Schweiz zurück. Mit ihm erreicht sie bei der Gestapo, dass ihr Mann aus dem KZ freikommt. Mit ihren Kindern fliehen die Engelbergs über die Schweiz in die USA. Sie sind in Sicherheit. Aber was wurde aus dem lebensrettenden Gemälde? Wo steckt es heute, fast 80 Jahre später? Das soll mit einer interaktiven "Schatzsuche" - #kunstjagd - herausgefunden werden.

Die große Frage ist natürlich, ob die "Mona Lisa" der Engelbergs gefunden werden wird. Die ehrliche Antwort: Man weiß es nicht. Das Ende ist offen. Und genau das ist der Reiz. Denn selbst wenn das Gemälde am Ende verschollen bleibt, entsteht ein Fortsetzungskrimi, an dem das Publikum interaktiv teilhaben kann.

Die transmediale Suche

Heute, am 21. Mai 2015, startet die #kunstjagd, eine Koproduktion von Follow the Money und gebrueder beetz filmproduktionen mit den Medienpartnern ORF, BR, SRF, Deutschlandradio Kultur, "Der Standard", "Süddeutsche Zeitung" und "Rheinische Post". Sie alle berichten regelmäßig über den Fall Engelberg. In einer sechs- bis achtwöchigen Suche fahren die Journalisten von "Follow the Money" an die historischen Orte und folgen der Spur des Gemäldes und der Spur des Visums. ORF.at präsentiert eine große Story unter dem Titel "Aufruf zur Kunstjagd", Radio Ö1 widmete sich in "Morgenjournal" um 7.00 Uhr (nachzuhören auf http://oe1.ORF.at) ebenso dem Thema wie http://oe1.ORF.at/kunstjagd. Der "Kulturmontag" teaserte die Aktion bereits am Montag, dem 18. Mai, an (noch als Video-on-Demand auf der TVthek abrufbar). Voraussichtlich im November 2015 senden BR, ORF und SRF schließlich einen 45-minütigen Reporterfilm über die Suche, im Deutschlandradio gibt es ein längeres Feature.

Das Publikum kann die Suche zudem live über Social Media begleiten, Hinweise geben und so zum Teil der #kunstjagd werden. Auch per WhatsApp kann man mit den Journalisten von Follow the Money in Kontakt treten, Hinweise geben und sich über aktuelle Entwicklungen der Recherche informieren lassen. Interessierte schicken an die Telefonnummer +49 157 - 53 25 78 33 eine Nachricht mit dem Inhalt "Start Kunstjagd". Schon ist man live dabei!

Die Macher

Follow the Money (FtM) ist ein journalistisches Recherche-Start-up, das auf transmedial und seriell erzählten, technisch innovativen und vor allem offenen Journalismus setzt. Ausgezeichnet wurden FtM u. a. mit dem CNN Journalist Award und Kreativpiloten der deutschen Bundesregierung.
Die gebrueder beetz filmproduktion, Vorreiter bei crossmedialen Dokumentationen, wurde u. a. mit drei Grimme-Preisen, dem Prix Europa, dem Cinema for Peace Award und dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet und waren für die Produktion "Open Heart" Oscar-nominiert.

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