NEOS: Wiener "Gratis"-Nachhilfe ist teurer Marketinggag

Beate Meinl-Reisinger kritisiert fragwürdiges Kosten-Nutzen-Verhältnis bei "Förderung 2.0"

Wien (OTS) - Das heute präsentierte Nachhilfebarometer der Arbeiterkammer Wien bestätigt mit neuen Negativrekorden den Bildungsnotstand an Österreichs Schulen. Österreichweit ist laut AK die finanzielle Belastung für Eltern um weitere 10 Millionen Euro auf 119 Millionen Euro gestiegen. In Wien sind die Nachhilfekosten mit 39,5 Millionen Euro gegenüber 40 Millionen im Vorjahr minimal gesunken. "Das ist wirklich kein Grund für Jubelmeldungen aus dem städtischen Bildungsressort", kritisiert NEOS-Wien-Spitzenakndidatin Beate Meinl-Reisinger. "Die so genannte Gratis-Nachhilfe ist und bleibt ein teurer Marketing-Gag. Wenn ein Projekt, das jährlich 20 Millionen Euro verschlingt, langfristig keine spürbaren Entlastungen für die Eltern mit sich bringen wird, kann man nur von einem Scheitern der 'Förderung 2.0' sprechen. Ein Drittel der Nachhilfekosten entstehen in Wien, obwohl die Bundeshauptstadt nur ein Fünftel der Schüler_innen hat. Das ist ein Armutszeugnis für die Bildungspolitik in dieser Stadt."

"Was es braucht, sind sicher nicht weitere Maßnahmen wie die Gratis-Nachhilfe, wo man ein Pflaster auf eine klaffende Wunde pickt", so Meinl-Reisinger weiter. "Wenn wir der nächsten Generation faire Chancen geben wollen, dann müssen wir in der Förderung möglichst früh ansetzen - nämlich an den Volksschulen und auch schon in den Kindergärten. Die Lösung sind nicht vom Stadtschulrat verordnete Zwangsbeglückungen während indiviuelle Förderstrunden an den Pflichtschulen gestrichen werden." Wer jedenfalls von der Nachhilfe-Aktion der SP Wien profitiert, sind die maroden Wiener Volkshochschulen. Diese sind nämlich mit der Durchführung der Nachhilfestunden in der Unterstufe betraut und erhalten dafür eine Pauschalvergütung von 7 Millionen Euro - und zwar unabhängig der tatsächlichen Kosten.

Die Schulleiter_innen und Lehrer_innen vor Ort wissen am besten, was es am einzelnen Schulstandort besonders dringend braucht. "NEOS steht für eine Bildungswende hin zur mündigen Schule der Vielfalt statt Parteibuchwirtschaft und Verordnungsmentalität", schließt Meinl-Reisinger.

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