ASFINAG: SO KOMMEN SIE AUF DER AUTOBAHN SICHER DURCH EIN UNWETTER

Verkehrssicherheitsexperte gibt Verhaltenstipps bei Sturm, Stark-Regen, Gewitter und Hagel

Wien (OTS) - Der Wonnemonat Mai zeigt sich just vor dem Pfingstwochenende von seiner stürmischen Seite. Aufgrund der Wetterlage können derzeit täglich in ganz Österreich heftige Unwetter auch auf den Autobahnen und Schnellstraßen für Probleme und vor allem für verunsicherte Fahrzeuglenker sorgen. Ob starker Regeln, teilweise sogar Hagel einerseits oder sturmähnliche Windböen andererseits: Oft unterschätzen Verkehrsteilnehmer die Auswirkungen derartiger Wetterkapriolen. "So zu fahren wie man es bei Schönwetter tut, ist aber die denkbar schlechteste Entscheidung", warnt ASFINAG-Verkehrssicherheitsexperte Bernhard Lautner. Es gibt aber ganz einfache Grundregeln, die man bei einem Unwetter immer befolgen sollte, so Lautner:

Bei starkem Wind: Geschwindigkeit verringern, Abstand vergrößern, Lenkrad - so wie man das immer tun sollte! - mit beiden Händen festhalten! Und besondere Vorsicht, wenn man aus einem Tunnel oder windgeschützten Bereich wieder ins Freie fährt. Die Kraft des Windes wird unterschätzt: Versuche haben ergeben, dass ein normaler Pkw bei einer Seitenwindgeschwindigkeit von 72 km/h und Tempo 100 um etwa einen Meter seitlich versetzt werden kann. Bei Tempo 140 können es bereits bis zu vier Meter sein!

Bei starkem Regen: Langsam auf Sicht weiterfahren, Abstand stark vergrößern, das eigene Fahrzeug sichtbarer machen (Nebelschlussleuchte!). Lautner: "Bei einer herannahenden Gewitterfront ist es aber sicher am besten, wenn man rechtzeitig einen unserer Rastplätze oder eine Raststation aufsucht und dort abwartet. Der Zeitverlust wird durch die Stress-Ersparnis sicher aufgewogen." Ziel der ASFINAG ist es daher, etwa alle 30 Kilometer eine moderne Rastmöglichkeit anzubieten, entweder einen ASFINAG-Rastplatz oder eine Raststation. 45 moderne eigene Rastplätze entlang des Autobahnnetzes stehen bereits zur Verfügung. Die Liste findet man auch auf www.asfinag.at/unterwegs/rasten

Bei Hagel: Auch hier gilt natürlich die Devise "langsam weiterfahren und den Abstand vergrößern". Auf Autobahnen im Tunnel oder unter Brücken zu halten, ist in der Regel nicht gestattet, sondern nur bei extremen Ausnahmesituationen, wenn man sozusagen "um Leib und Leben" (und nicht nur um den Autolack) fürchten muss. Doch hier ist größte Vorsicht geboten: Nachkommende Lenker können nicht damit rechnen, dass sich im Tunnel stehende Fahrzeuge befinden - die Gefahr eines Unfalles mit schwerwiegenden Folgen ist somit sehr hoch! Bedenken sollte man dabei auch, dass sich beim Tunnelausgang bereits eine gänzlich andere Wettersituation zeigen kann, der Hagel also längst vorbei sein könnte.

Bei einem Gewitter: Langsamer und konzentriert weiterfahren. Sich auf Blitze gedanklich "vorbereiten", um dann das Fahrzeug nicht im Schreck zu verreißen - die Fenster geschlossen halten und keinesfalls aussteigen. Lautner: "Ein Auto wirkt bekanntlich wie ein Faraday‘scher Käfig. Drinnen ist man somit am besten vor einem Blitzschlag geschützt."

Bremswegbeispiel (abhängig von guten Fahrzeug- und Lenkerbedingungen):
130 km/h  Bremsweg bei trockener Fahrbahn: 109 Meter
130 km/h  Anhalteweg bei trockener Fahrbahn: Minimum 169 Meter 130 km/h  Bremsweg bei nasser Fahrbahn: 217 Meter
130 km/h  Anhalteweg bei nasser Fahrbahn: Minimum 277 Meter
(Der Anhalteweg umfasst den gesamten Bremsvorgang vom Erkennen des Hindernisses, bis zum Stillstand des Kfz)
Diese Werte gelten freilich nur, wenn beispielsweise die Bremsen des Fahrzeuges intakt und die Stoßdämpfer in Ordnung sind, die Reifen gut sind und der Reifendruck passt sowie keine Überladung des Fahrzeuges gegeben ist. Eine weitere Voraussetzung ist eine reaktionsschnelle Vollbremsung.

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ASFINAG
Walter Mocnik
Pressesprecher Steiermark und Kärnten
Tel.: +43 (0) 664 60108-13827
walter.mocnik@asfinag.at
www.asfinag.at

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