Freiheitliche Wirtschaft/RfW: VKI treibt Fremdwährungskreditnehmer in die Arme ausgewählter Rechtsanwälte!

Warnung: Musterbrief kann zur Honorar-Falle werden!

Wien (OTS) - Eine zweifelhafte Rolle des VKI im Zusammenhang mit Kreditnehmern in Schweizer Franken deckt die Freiheitliche Wirtschaft/RfW jetzt auf. So bietet der VKI geschädigten Kreditnehmern auf seiner Website einen scheinbar kostenlosen Musterbrief an, mit dem sich Kunden an ihre Bank wenden sollen. Wer diesen Service jedoch tatsächlich in Anspruch nimmt, dem wird empfohlen, für das Ausfüllen der Vorlage die Hilfe eines Rechtsanwaltes in Anspruch zu nehmen. Dazu werden gleich vier Anwälte mit konkreten Kontaktdaten angeführt. "Bitte treffen Sie mit dem Rechtsanwalt eine entsprechende Honorarvereinbarung" heißt es dazu wörtlich in der Empfehlung des VKI. Der RfW warnt die Kreditnehmer, diesem Rat des VKI zu folgen. Insbesondere Freiberufler und Kleinunternehmer, die als Verbraucher eingestuft sind, sollten das Gespräch mit der Bank suchen und eine Beratung sicherstellen, die auf die individuelle Situation eingeht und nicht einer Fliessbandabfertigung gleicht.

Wie sich nämlich zumindest einer dieser Rechtsanwälte, Mag. Eric Breiteneder, Wien (http://breiteneder.pro/) eine Honorierung vorstellen kann, geht aus einem internen Schreiben hervor, das dem RfW vorliegt und vom gerichtlich beeideten Sachverständigen Sascha Stadnikow verfasst wurde, mit dem offenbar eine Kooperation angebahnt werden sollte. Wobei Stadnikow jener Sachverständige ist, der über eine in seinem Einflussbereich stehende Beratungsfirma mit einem Kunden ein erfolgsbezogenes Honorar für Gutachtertätigkeit und Leistungen einer Rechtsanwaltskanzlei von bis zu 2.600 Euro pro Stunde vereinbart hat.

Aus dem Schreiben Stadnikows geht hervor, dass bereits vor einem Jahr mit Rechtsanwalt Breiteneder eine fragwürdige Konstruktion zur Verrechnung seiner Leistungen zumindest angedacht wurde. "Hauptinteresse Breiteneders ist aber die Gründung einer gemeinsamen GmbH, die Anlegeransprüche sammelt und sich von den Kunden 10 -15 Prozent der Schadenssumme als Prozesskostenbeitrag holt und dann sowohl Klagen einbringt wie auch Vergleichsverhandlungen gesammelt führt. Breiteneder würde dabei seine Leistungen an die GmbH abrechnen, wenn der Fall abgeschlossen ist. Selber will er die GmbH nicht machen, weil er Angst vor Interessenskonflikten hat."

Die Freiheitliche Wirtschaft/RfW kündigt an, den angesprochenen Sachverhalt der Anwaltskammer und dem Sachverständigenverband zur Prüfung zu übergeben. Gewarnt werden jedenfalls alle Schweizer-Franken Kreditnehmer, den vom VKI vorgeschlagenen Weg einzuschlagen. Sobald die Banken mit den vom VKI vorgeschlagenen rechtlichen Konsequenzen konfrontiert werden, übergeben sie die Fälle ihrer Rechtsabteilung und somit sind dann außergerichtliche Vergleichsgespräche so gut wie unmöglich.

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