Hilfsorganisationen-Demo: Österreich muss endlich Brücken der Entwicklungshilfe verstärken

Bundesregierung sollte das Motto des Song Contests "Building bridges" ernst und ihre internationale Verantwortung wahrnehmen

Wien (OTS) - Einen Tag vor dem geplanten Beschluss des Bundesfinanzzrahmengesetzes, das Kürzungen der Entwicklungshilfe vorsieht und wenige Tage vor dem Eurovision Song Contest, der unter dem Motto "Building bridges" - Brücken bauen - steht, protestierten Jugend Eine Welt und weitere 38 Mitgliedsorganisationen des Dachverbandes Globale Verantwortung erneut vor dem Bundeskanzleramt.

"Österreich ist kurzfristig in der Lage, viele Millionen Euro aufzustellen, um das Eintages-Spektaktel des Eurovision Song Contests zu ermöglichen. Unsere Regierung sollte dessen Motto "Brücken bauen" ernst nehmen und endlich die Brücken seiner Entwicklungshilfe verstärken, die vom Zusammenbrechen bedroht sind", so Reinhard Heiserer von Jugend Eine Welt. "Wann, wenn nicht jetzt: Wir erleben gerade die größte Flüchtlingskrise seit dem 2. Weltkrieg und Österreich ist noch nicht einmal bereit, den lächerlich gering dotierten Auslandskatastrophenfonds von 5 auf 20 Millionen Euro aufzustocken."

Zur Erinnerung an die internationale Verantwortung Österreichs übergab Heiserer dem zum Ministerrat eintreffenden ÖVP-Clubchef Reinhold Lopatka einen Fußball mit aufgedruckter Weltkarte. Auf die drohenden Kürzungen angesprochen, versicherte dieser, dass alles versucht werde, um diese abzuwenden. Innenministerin Mikl-Leitner versprach im Gespräch mit den Kundgebungs-TeilnehmerInnen, sich persönlich für eine Erhöhung der Auslandshilfe einzusetzen.

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