Polizei verstärkt Verkehrsüberwachung zu Pfingsten

Im Vorjahr kamen zu Pfingsten in Österreich 13 Menschen im Straßenverkehr ums Leben

Wien (OTS) - Die Polizei überwacht am Pfingstwochenende vom Donnerstag, 21. Juni, bis Dienstag, 26. Juni 2015, verstärkt den Reise- und Ausflugsverkehr. Auf Motorradstrecken wird es gezielte Schwerpunkte geben und gegen Raser und Drängler, Alkohol- und Drogenlenker wird konsequent eingeschritten werden.
Ziel der verstärkten Überwachung ist es, die Zahl der Unfälle möglichst gering zu halten und eine nachhaltige Verhaltensänderung bei Verkehrsteilnehmern zu mehr Rücksicht und Verantwortung im Straßenverkehr zu bewirken.

Am Pfingstwochenende werden alle verfügbaren Polizistinnen und Polizisten schwerpunktmäßig im Verkehrsdienst eingesetzt. Überwacht werden neben den Hauptverkehrs- und Transitrouten auch unfallträchtige Strecken, beliebte Ausflugsstrecken, der Freizeitverkehr auch im untergeordneten Straßennetz sowie Orte, in denen Feste und anderen Veranstaltungen stattfinden.

Den Polizistinnen und Polizisten stehen dazu 2.500 Einsatzfahrzeuge, 350 Motorräder, etwa 100 Zivilstreifenfahrzeuge mit Videonachfahreinrichtung, 219 Radargeräte (stationäre und mobile), 11 Section-Control-Anlagen, 1.219 Lasergeschwindigkeitsmessgeräte, 11 Abstandsmess-Systeme, 1.385 Alkomaten und 1.429 Alko-Vortestgeräte, 75 Mopedprüfstände und 40 Rotlicht-Verkehrsüberwachungsanlagen ("Ampelradar") zur Verfügung. Es wird Schwerpunktkontrollen in allen Bundesländern geben.

Im vergangenen Jahr wurden am Pfingstwochenende von Freitag bis einschließlich Pfingstmontag bei 569 Verkehrsunfällen mit Personenschaden 649 Menschen verletzt und 13 getötet. Im Jahr 2013 wurden vier, im Jahr 2012 sechs und im Jahr 2011 neun Menschen tödlich verletzt. Im Jahr 2013 wurde mit vier Verkehrstoten das bisher günstigste Ergebnis seit Einführung der Statistik im Bundesministerium für Inneres (1967) verzeichnet. Zum Vergleich dazu mussten am Pfingstwochenende in den bisher schlimmsten Jahren 45 Tote (1979) und 44 Tote (1984) beklagt werden.

Während des Pfingstwochenendes 2014 wurden 58.190 Kraftfahrzeuglenker wegen Überschreitung der höchst zulässigen Geschwindigkeit beanstandet. 528 Fahrzeuglenker wurden wegen Trunkenheit am Steuer angezeigt und 241 Lenkern wurde der Führerschein oder Mopedausweis vorläufig abgenommen.

Die Polizei appelliert an die Eigenverantwortung der Verkehrsteilnehmer:

- Beachten Sie die Geschwindigkeits- und Alkohollimits. Verstöße können nicht nur zu hohen Geldstrafen und Führerscheinentzug führen, sondern bei einem Unfall auch zu großem Leid.

- Fahren Sie nie über Ihre Verhältnisse, schon ein kleiner Fahrfehler oder eine kurze Unaufmerksamkeit können einen schweren Unfall auslösen.

- Halten Sie den entsprechenden Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und gehen sie beim Überholen kein Risiko ein.

- Seien sie partnerschaftlich und rücksichtsvoll im Straßenverkehr unterwegs. Damit leisten Sie jenen Beitrag zur Sicherheit im Verkehr, den sie zu Recht auch von anderen fordern.

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Karl-Heinz Grundböck, MA
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Otmar Bruckner
Verkehrsdienst/Strategische Unfallanalyse
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