Pfotenhilfe informiert: Der richtige Umgang mit gefundenen Wildtieren

Wann und wie man scheuen Wildtieren helfen kann

Wien / Lochen am See (OTS) - Die Wildtierauffangstation der Pfotenhilfe hat zurzeit alle Hände voll zu tun - Vogelbabys, von Bäumen gestürzte Eichhörnchenjunge und kleine Feldhasen wurden von aufmerksamen Tierliebhabern abgegeben und werden nun von den Tierpflegern artgemäß versorgt. Dennoch muss nicht jedes aufgefundene Wildtier gleich gerettet oder gepflegt werden. Die Pfotenhilfe erklärt nun, warum das so ist und gibt Tipps zum richtigen Umgang mit den scheuen Wildtieren.

"Immer wieder springen oder stürzen zum Beispiel kleine Jungeulen aus dem Nest und scheinen dann verlassen am Boden zu sitzen, da sie noch flugunfähig sind", meint Sascha Sautner, Sprecher der Pfotenhilfe. "Sofern die Jungtiere gesund sind, werden sie aber auch außerhalb ihres Nestes von ihren Eltern versorgt. Das wissen viele Menschen nicht!", erklärt Sautner. Meistens können die kleinen Eulen durch ihre Kletterkünste und den Einsatz ihrer scharfen Krallen und Flügel selbst den Weg zurück ins Nest finden. Offen bleibt hierbei die Frage, ob und wann dem scheinbar hilflosen Wildtier geholfen werden muss. Leider gibt es darauf keine einhundert Prozent richtige Antwort.

Oft zeigen sich schwache, kranke oder elternlose Wildtiere, die menschliche Unterstützung benötigen, bei Tageslicht. Dennoch rät die Pfotenhilfe davon ab, die Tiere zu berühren oder gar mitzunehmen. "In diesem Fall rufen Sie am besten eine Wildtierauffangstation wie die Pfotenhilfe an. Durch die langjährige Erfahrung im Umgang mit Wildtieren können Ihnen die Experten solcher Stationen mit wertvollen Ratschlägen unterstützend zur Seite stehen und verhindern, dass die Tiere durch vermeintliche Tierliebe gefährdet werden", appelliert Sautner. "Nur im absoluten Notfall wie Krankheit oder Schwäche sollen Wildtiere in menschliche Obhut genommen werden. Ist dies der Fall, ist es selbst dann ratsam, einen Experte zu befragen", so Sautner abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Sascha Sautner, sascha.sautner@pfotenhilfe.org
Tel.: 0664-848 55 61
www.pfotenhilfe.org

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