Steuerreform hat weitreichenden Negativ–Folgen für die Schaustellerbranche

WKÖ – Medwed: Diese „Reform“ ist ein Angriff auf eine ganze Branche

Wien (OTS) - "Was da gerade geplant wird ist für eine ganze Berufsgruppe so nicht umsetzbar und in keinster Weise nachvollziehbar ", bringt der Obmann des Fachverbandes der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) seine Enttäuschung über die Steuerreform zum Ausdruck.

Derzeit kann von vielen Schaustellern die vereinfachte Losungsermittlung in Anspruch genommen werden. Nun soll diese als "Kalte-Hände-Regelung" bezeichnete Ausnahmeregelung zwar bestehen bleiben, aber mit 30.000 Euro Jahresumsatz begrenzt werden. Damit wird fast die gesamte Schaustellerbranche zur Einführung einer Registrierkasse verpflichtet. "Leider haben es die Verantwortlichen, trotz zahlreicher Gespräche, die wir seitens der Interessenvertretung geführt haben, bis jetzt nicht verstehen wollen, dass es in einigen Bereichen im Schaustellergewerbe, wie beispielsweise bei Schaukeln, einem Kettenkarussell oder einem Trampolin praktisch völlig unmöglich ist, Registrierkassen aufzustellen," erläutert Medwed.

Medwed appelliert an Politik, bisherige Regelung zu beizubehalten

"Viele der kleinen Unternehmer sind verzweifelt und haben bereits signalisiert, ihre Geschäfte unter den geplanten Bedingungen nicht mehr weiter betreiben zu können. Die vielen Volksfeste und Märkte, die zum Teil seit dem 14. Jahrhundert bestehen und aus dem österreichischen Kulturgut nicht mehr weg zu denken sind, würden durch den Wegfall dieser Kleingeschäfte sehr an Vielfalt und Flair verlieren. Ganz zu schweigen den wirtschaftlichen Nachteilen und den damit einhergehenden Wertschöpfungsverlusten - vor allem in den ländlichen Regionen," so der Fachverbandsobmann, der abschließend eindringlich an die Politik appelliert, an der bisherigen Regelung, die sich über Jahrzehnte bestens bewährt hat, nicht zu rütteln. (PWK354/ES)

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