RfW-Landesobmann KommR Dr. Erich Schoklitsch: Illegale Praktiken im Baugewerbe schädigen die österreichische Wirtschaft

Illegale Beschäftigungsverhältnisse im österreichischen Baugewerbe fördern Lohn- und Sozialdumping und verhindern faire Wettbewerbsverhältnisse.

Graz (OTS) - Der RfW-Landesobmann Dr. Erich Schoklitsch sieht dringenden Handlungsbedarf.
Mit 1. Jänner 2015 wurden in Österreich neue Vorschriften erlassen, die Lohn- und Sozialdumping eindämmen sollten. Knappe fünf Monate danach haben sich die Verhältnisse in der Realität nicht maßgeblich gebessert. Gerade das Baugewerbe ist eine jener Branchen, in denen illegale Praktiken, die eine Wettbewerbsverzerrung bewirken, an der Tagesordnung stehen. Arbeitslosigkeit und Pleiten sind die Folgen.
Mit illegaler Beschäftigung werden notwendige legale Arbeitsplätze vernichtet und die Arbeitslosigkeit erhöht. Diese Art der Beschäftigung wird überwiegend von Firmen angewandt, die ihren Sitz nicht in Österreich haben. Allerdings greifen auch immer öfter inländische Firmen auf unerlaubte Mittel zurück. Darunter fällt etwa die "Scheinselbstständigkeit", bei der angeblich selbstständige Arbeiter beschäftigt werden. Außerdem wird versucht, die Vorschriften mit eigens im Ausland gegründeten Leiharbeitsfirmen zu umgehen.
Die Neuauflage des Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetzes im Jänner soll den fairen Wettbewerb zwischen inländischen und ausländischen Unternehmen sicherstellen und sieht eine strenge Kontrolle durch die zuständigen Behörden des laut Gesetz oder Kollektivvertrag zustehenden Entgelts für Arbeitnehmer vor. Landesobmann des RfW Steiermark Dr. Erich Schoklitsch sieht dennoch weiteren Handlungsbedarf: "Die Verschärfung des Gesetzes war notwendig. Leider ist sie in der Wirtschaft noch nicht angekommen. Das zeigt der Fall eines steirischen Eisenverlegebetriebs, dem ein Auftrag wieder entzogen wurde, weil ein ausländisches Unternehmen plötzlich erheblich günstiger anbot. Gegen Praktiken wie diese müssen wir dringend etwas unternehmen, um den Wirtschaftsstandort Österreich und die heimischen Unternehmer zu schützen!"

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